Francesca Yardenit Albertini

Die religiöse und geschichtliche Gestalt Jesus’ von Nazareth im Denken Moses Maimonides’

Rubrik: Zum Thema
Jahrgang 10 (2007) / Heft 20, S. 38-45 (8)
Publiziert 01.12.2007
DOI 10.1628/znt-2007-0016
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Beschreibung
Vor dem Hintergrund, dass das Judentum nicht nur im Babylonischen Talmud sondern auch in den Toledoth Jesu, also der jüdischen Volksliteratur, zu einer grundlegenden Verhältnisbestimmung gegenüber dem Christentum kommt, werden in dem Beitrag die verschiedenen und sich anscheinend widersprechenden Textstellen in den Werken des bekanntesten jüdischen Philosophen des Mittelalters Moses Maimonides interpretiert, in denen dieser auf Jesus von Nazareth zu sprechen kommt. Dies geschieht unter Berücksichtigung der Rezeption der Gestalt Jesu in der rabbinischen und der jüdischen Volksliteratur. Hierbei zeigt sich, dass nur unter Beachtung des religiösen, geschichtlichen und intellektuellen Hintergrundes der einzelnen Werke Maimonides aus den widersprüchlichen Aussagen bezüglich der Gestalt Jesu eine homogene Absicht von Maimonides als Rabbiner, als Philosoph und als Leiter einer Gemeinde hervortritt.