Autoren in religiösen literarischen Texten der späthellenistischen und der frühkaiserzeitlichen Welt 978-3-16-156111-5 - Mohr Siebeck
Altertumswissenschaft

Autoren in religiösen literarischen Texten der späthellenistischen und der frühkaiserzeitlichen Welt

Zwölf Fallstudien
Hrsg. v. Eve-Marie Becker u. Jörg Rüpke

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Leinen
ISBN 978-3-16-156111-5
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Welche Formen und Veränderung von Autorkonzepten gab es speziell in religiösen Texten griechisch-römischer, frühjüdischer und frühchristlicher Provenienz im antiken Mittelmeerraum? Die in diesem Band im Rahmen der antiken Religionsgeschichte erprobte Autorforschung, die literarische Texte als auktorial verantwortete »religiöse Texte« wahrnimmt, ermöglicht wertvolle Einsichten in die Erzeugung von religiösem Wissen und in die individuelle literarische Tätigkeit von »religiösen« Akteuren.
Die Beiträger und Beiträgerinnen dieses Bandes fragen nach den Formen und der Veränderung von Autorkonzepten speziell in religiösen Texten griechisch-römischer, frühjüdischer und frühchristlicher Provenienz im antiken Mittelmeerraum. In zwölf Fallstudien, die zeit- und literaturgeschichtlich von Ben Sira bis zu Tertullian reichen, werden die Vorstellungen von individueller Produktion von und Verantwortung für literarische Texte und die Selbstinszenierung des Verfassers als eines orthonym, anonym oder pseudepigraph tätigen Autors untersucht. Der Autor sieht sich zugleich als religiöser Akteur. So stellt sich die Frage: Was können wir über einen antiken literarisch wie religiös ambitionierten Autor und sein Selbstverständnis in Erfahrung bringen? Die in diesem Band im Rahmen der antiken Religionsgeschichte erprobte Autorforschung, die literarische Texte als auktorial geformte »religiöse Texte« wahrnimmt, ermöglicht zugleich wertvolle Einsichten in die Erzeugung von religiösem Wissen und in die individuelle literarische Tätigkeit von »religiösen« Akteuren.
Inhaltsübersicht
Eve-Marie Becker/Jörg Rüpke: Autor, Autorschaft und Autorrolle in religiösen literarischen Texten. Zur Betrachtung antiker Autorenkonzeptionen – zugleich eine Einleitung in den vorliegenden Band – Oda Wischmeyer: Jesus ben Sira als erster frühjüdischer Autor – Gesine Manuwald: Die 'religiöse Stimme' Ciceros – Ulrike Egelhaaf-Gaiser: Im Schutz der Musen und des Bacchus. Die biographische Gottesnähe des Exildichters Ovid (trist. 4,10; 5,3) – Maren Niehoff: Philo and Josephus fashion themselves as religious Authors in Rome – Eve-Marie Becker: Paulus als doulos in Röm 1,1 und Phil 1,1. Die epistolare Selbstbezeichnung als Argument – Jan Willem van Henten: Josephus as Narrator – Jan Dochhorn: Die Konstruktion von Autorschaft in der Apokalypse – mit einem Seitenblick auf das Corpus Johanneum – Jörg Rüpke: Der Hirte des Hermas. Autorenprofil und Textstrategien eines Visionärs des zweiten Jahrhunderts n. Chr. – Georgia Petridou: The Curious Case of Aelius Aristides. The Author as Sufferer and Illness as »Individualizing Motif« – Dorothee Elm von der Osten: Die Masken des Lukian. Auf der Suche nach der (religiösen) Stimme des Autors – Markus Vinzent: Tertullian. The Rhetor's Voice in his Prefaces – Barbara Aland: Gnostische Autoren als Verfasser von religiösen Texten. Zur Beziehung von platonischer und gnostischer Denk- und Redeweise
Personen

Eve-Marie Becker Geboren 1972; 2006–18 Professorin für neutestamentliche Exegese an der Universität Aarhus, Dänemark; 2014 Research Fellow am Max-Weber-Kolleg in Erfurt; 2016–17 Distinguished Visiting Professor of New Testament an der Candler School of Theology, Emory University Atlanta, USA; 2017–18 Research Fellow am Israel Institute for Advanced Studies in Jerusalem, Israel; seit 2018 Professorin für Neues Testament an der Universität Münster.
https://orcid.org/0000-0002-0398-6448

Jörg Rüpke Geboren 1962; 1995–99 Professor für Klassische Philologie an der Universität Potsdam; 1999–2008 Professor für Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Erfurt; seit 2008 Fellow am Max-Weber-Kolleg und Sprecher der Kollegforschergruppen »Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive« (2008–18) und »Religion und Urbanität: Wechselseitige Formationen« (2018–22).
https://orcid.org/0000-0002-4173-9587

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