Demokratie und Republik 978-3-16-155120-8 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Marc André Wiegand

Demokratie und Republik

Historizität und Normativität zweier Grundbegriffe des Verfassungsstaates

2017. VIII, 158 Seiten.

POLITIKA 14

39,00 €
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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-155120-8
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Bis in das 19. Jahrhundert war die 'Demokratie' negativ konnotiert. Zuvor wurden freiheitlich verfasste Staaten als 'republikanisch' bezeichnet, ohne dass die Idee der Demokratie dabei eine tragende Rolle gespielt hätte. Dann aber wurde die Republik sprachlich von der Demokratie verdrängt. Wie kam es zu dieser Begriffsverschiebung und was folgt aus ihr?
Die Legitimität des modernen Verfassungsstaates speist sich aus der Idee der Demokratie. In historischer Hinsicht stellt er sich in die Tradition der gesellschaftsvertraglichen Theorien der Aufklärung sowie der revolutionären gesellschaftlichen und staatlichen Umbrüche in Nordamerika und in Frankreich am Ende des 18. Jahrhunderts. Eine nähere Betrachtung zeigt jedoch, dass der Begriff der 'Demokratie' bis weit in das 19. Jahrhundert negativ konnotiert war und daher bei der Herausbildung moderner verfassungsstaatlicher Strukturen praktisch keine Rolle spielte. Zentral war zunächst vielmehr der Begriff der 'Republik', der dann sukzessive von der Idee der Demokratie verdrängt wurde. Marc André Wiegand untersucht, wie es zu diesem begrifflichen Wandel kam und welche normativen Schlüsse aus ihm gezogen werden können.
Personen

Marc André Wiegand Geboren 1973; Studium der Rechtswissenschaft sowie der Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie an der Universität Leipzig; 1998 Erstes Juristisches Staatsexamen; wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig; Referendariat; 2003 Promotion; 2004 Zweites Juristisches Staatsexamen; 2005 Assistenzprofessor an der Tohoku-Universität Sendai (Japan); seit 2005 Referent im Bundesministerium des Innern; seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht, Habilitand an der Universität Leipzig.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Der Staat — 2019, 313–317 (Michael Anderheiden)
In: Zeitschr.f. Neuere RechtsG — 2017, 313–316 (Franz Hederer)
In: Revue Hellenique des Droits de l'homme — 2017, Nr. 73, 714
In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie — 2018, 495