Die »Fiskalunion« 978-3-16-152506-3 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Die »Fiskalunion«

Voraussetzungen einer Vertiefung der politischen Integration im Währungsraum der Europäischen Union
Hrsg. v. Hermann-Josef Blanke u. Stefan Pilz

2014. X, 427 Seiten.

Neue Staatswissenschaften 14

89,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-152506-3
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Die europäische Staatsschuldenkrise sowie die Bankenkrise sind zu einer Belastungsprobe für das vertragliche Integrationsgefüge geworden. Dieser Band untersucht die Bedingungen für eine Stärkung der wirtschaftspolitischen Steuerung der Eurozone sowie die ökonomischen und rechtlichen Voraussetzungen für ihre nachhaltige und langfristige Konsolidierung.
Der Vertrag über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion sowie die Vorschläge zu ihrem Umbau werfen zahlreiche Fragen hinsichtlich einer Reform der vertraglichen Grundlagen der EU auf. Kernelemente dieses Bandes bilden die Instrumente, Verfahren und Grundsätze einer nach »Echtheit« und Nachhaltigkeit strebenden Wirtschafts- und Währungsunion sowie einer Bankenunion, die politischen und rechtlichen Voraussetzungen einer bundesstaatsähnlichen Fiskalunion sowie ihre möglichen Folgen und Erträge. Im Kern geht es um die Stärkung der wirtschaftspolitischen Steuerung der Eurozone sowie die ökonomischen und rechtlichen Bedingungen für ihre langfristige Konsolidierung – auch in Form dauerhafter »Rettungsschirme".
Inhaltsübersicht
Hermann-Josef Blanke: Vorwort

Instrumente und Verfahren einer »genuinen« Wirtschafts-und Währungsunion
Albrecht Weber: Grundzüge europa- und völkerrechtlich normierter Krisensteuerung zur Gewährleistung von Haushaltsdisziplin – Norbert Kleinheyer: Die Rolle der EZB in der Krise der WWU – Teilhabe an der europäischen Wirtschaftsregierung oder Wahrung der Preisstabilität in Unabhängigkeit? – Oliver Morwinsky: Die Rolle der Europäischen Zentralbank in der Staatsschuldenkrise – Markus C. Kerber: Alternativen zur gegenwärtigen Wirtschafts- und Währungsunion: Eine »Fiskalunion« der Guldenmark-Länder

Politische, rechtliche und ökonomische Voraussetzungen einer bundesstaatsähnlichen »Fiskalunion"
Michael Kirn: Vom »Staatenverbund« zum funktionalen Aufbau Europas: Ein transparentes politisches System als Bürgerrecht – Jürgen Neyer: Deutsche Europapolitik als Demokratiepolitik. Implikationen für die europäische Finanzkrise – Nikolai von Onda rza: Die vertragliche und außervertragliche verstärkte Zusammenarbeit als Katalysator der »Fiskalunion« – Norbert Berthold/Klaus Gründler: Dezentrale Wirtschaftspolitik in Europa – Basis einer stabilen Währungsunion - Michael Wohlgemuth: Ist Deutschlands aktueller Handelsbilanzüberschuss in der Union »unfair«?

Folgen und Erträge einer Wirtschafts- und Fiskalunion Kunibert Raffer: Gemeinschaftshaftung und Anreizkompatibilität: Eurobonds und ihre Alternativen – Sebastian Müller-Franken: Das Spannungsverhältnis zwischen Eigenverantwortlichkeit und Solidarität in einer »Fiskalunion« – Hermann-Josef Blanke/Stefan Pilz: Solidarität in der »Schuldenunion«? – Cornelia Manger-Nestler: Die Bankenunion: Gemeinsame Mechanismen zur Bankensicherung und -überwachung – Antonio Jimenez-Blanco Carrillo de Albornoz: Die Bankenunion aus rechtsvergleichender und internationaler Sicht: eine spanische Perspektive – Hanno Kube: Ein europäischer Finanzausgleich

Resümee
Christian Fahrholz/Andreas Freytag: Finanzpolitiken in Europa aus ordnungsökonomischer Sicht
Personen

Hermann-Josef Blanke ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europäische Integration an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt.

Stefan Pilz Geboren 1980; Studium der Staatswissenschaften an der Universität Erfurt (MA); Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Zivil- und Wirtschaftsrecht der TU Ilmenau; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europäische Integration an der Universität Erfurt; 2015 Promotion.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Die Öffentliche Verwaltung — 2015, 928–929 (Ulrich Häde)