Philosophie

Jean Grondin

Einführung zu Gadamer

2000. 272 Seiten.
6,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Broschur
ISBN 978-3-8252-2139-3
lieferbar über utb
Jean Grondin erläutert Hans-Georg Gadamers Denkweise in allgemeinverständlicher Sprache. Dabei geht er sowohl auf die kritische Rezeption als auch die spätere Entfaltung der Gadamerschen Hermeneutik ein.
Die Hermeneutik Hans-Georg Gadamers gilt als eine der konsequentesten und wirkungsreichsten Entwicklungen in der deutschen Nachkriegsphilosophie. Jean Grondin, hervorragender Kenner dieser Hermeneutik, legt nun eine Einführung vor.
Zu Beginn stellt Jean Grondin in einer kurzen Übersicht Hans-Georg Gadamers Denkweise und sein gesamtes Werk dar. Anschließend widmet er sich dem Gedankengang in Gadamers Hauptwerk Wahrheit und Methode (1960), um dessen Hauptargumente in einer allgemeinverständlichen Sprache nachvollziehbar zu machen und sie kritisch zu durchleuchten. Für diesen Nachvollzug trägt Grondins Einführung sowohl der kritischen Rezeption des Werkes Rechnung als auch der späteren Entfaltung der Gadamerschen Hermeneutik, wie sie insbesondere in den Gesammelten Werken zu erkennen ist. Eine Bibliographie über die Primär- und Sekundärliteratur schließt den Band ab.
Inhaltsübersicht
Vorwort
Das Problem der Methode und das Vorhaben einer geisteswissenschaftlichen HermeneutikVerstehen und Geschehen: mehr Sein als Bewußtsein – Die Destruktion der Ästhetik im Namen der humanistischen Tradition – Die kantische Wende in der Ästhetik – Die Abstraktion des ästhetischen Bewußtseins
Die Wahrheit der Kunst
Die Kritik am Subjektivismus der modernen Ästhetik: Das Spiel der Kunst ist anders – Verwandlung und Wiedererkenntnis – Die Zeitlichkeit des Kunstwerkes und der exemplarische Status der Tragödie – Die Darstellung der Kunst in den nichttransitorischen Künsten – Hermeneutische Konsequenzen aus der wiedergewonnenen Wahrheit der Kunst
Die Destruktion der ästhetischen und erkenntnistheoretischen Vorurteile der Hermeneutik des 19. Jahrhunderts
Die Kritik an der romantischen Hermeneutik – Die Selbstauslöschung in der historischen Schule – Die drei Aporien von Dilthey und das Gespenst des Historismus – Der phänomenologische Durchbruch
Der Horizont der philosophischen Hermeneutik
Die Konstellation des Verstehens – Vorurteile und die Sache selbst: Gibt es eine Aporie? – Lösung durch den Zeitenabstand? – Die Wirkungsgeschichte – Das wirkungsgeschichtliche Bewußtsein – Die Tradition und das Klassische – Die Kunst der Anwendung – Die Verabschiedung der Reflexionsphilosophie und das Problem des Relativismus
Die Sprache, die wir sind
Unterwegs zur unheimlichen Nähe der Sprache – Von der platonischen Vergessenheit der Sprache bis zu ihrer augustinischen Wiederfindung – Die Begriffsbildung und die Universalität der Rhetorik – Die Wahrheit des Wortes – Die spekulative Wahrheit des Wortes – Der universale Aspekt der Hermeneutik: die Universalität des Aspektes oder der Endlichkeit – Die Hermeneutik als Metaphysik der Endlichkeit
Personen

Jean Grondin Geboren 1955; Studium in Montréal, Heidelberg und Tübingen; Professor für Philosophie an der Universität Montréal.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Dialogo Filosofico — Jg. 51 (2001), H.17,S. 554f
In: ekz-Informationsdienst — ID Jg.40 (2000) (Altmeyer)
In: Zeitschr.f. Didaktik d. Phil. u. Ethik — 2001, H.4, S. 334 (Sven Rohm)
In: Theologische Revue — Jg. 97 (2001), H. 6, Sp. 508ff (Annemarie C. Mayer)