Erscheinungsdinge 978-3-16-150515-7 - Mohr Siebeck
Philosophie

Günter Figal

Erscheinungsdinge

Ästhetik als Phänomenologie

2010. XII, 304 Seiten.
34,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Broschur
ISBN 978-3-16-150515-7
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Erscheinungsdinge ist eine systematisch ausgearbeitete Ästhetik, deren leitende Begriffe aus der Erfahrung und Beschreibung von Kunstwerken gewonnen sind. Günter Figal erörtert die eigentümliche Erkenntnisleistung der Kunst, indem er einen auch für die moderne Kunst geltenden Begriff der Schönheit entwickelt. Berücksichtigt wird die Kunst als ganze – von der altgriechischen Lyrik bis zur japanischen Teeschale.
Mit diesem Buch legt Günter Figal eine systematisch ausgearbeitete Ästhetik vor. Er erörtert die Kunst als ganze; er berücksichtigt nicht nur bildende Kunst, Dichtung und Musik, sondern ebenso Künste wie Tanz, Keramik, Gartenkunst und Architektur. Das Buch ist phänomenologisch im strengen Sinne. Es nimmt die Grundlegung der Phänomenologie durch Husserl auf, um sie in der phänomenologischen Reformulierung der von Kant her verstandenen Ästhetik neu zu bedenken. Damit führt das Buch auf seine Weise die Forschungen des Autors weiter, wie sie mit Gegenständlichkeit (2006) und Verstehensfragen (2009) veröffentlicht worden sind. Um das Wesen der Kunst zu bestimmen, bezieht sich Figal immer wieder auf einzelne Kunstwerke. Aus deren Erfahrung und Beschreibung ergeben sich die für das Verständnis der Kunst leitenden Begriffe. Dabei ist Erscheinungsdinge eine Auseinandersetzung mit der Tradition der Kunstphilosophie, das die maßgeblichen Konzeptionen von Platon und Aristoteles, über Hegel und Nietzsche bis zu Heidegger, Merleau-Ponty, Gadamer und Adorno kritisch diskutiert. Das Buch richtet sich auch an die Kunst-, Kultur- und Medienwissenschaften; es lässt verstehen, was im Umgang mit Kunstwerken anders ist als im Umgang mit Texten, Bildern oder Musikstücken, die keine Kunstwerke sind, und macht dabei die besondere Erschließungskraft von Kunstwerken deutlich. So hat Figals Konzeption auch Konsequenzen für das alltägliche Selbstverständnis. Erscheinungsdinge zeigt, wie das menschliche Leben durch die Kunstwerke als bedingtes Leben inmitten der Dinge erfahrbar wird.
Personen

Günter Figal Born 1949; 1976 PhD; 1987 Habilitation; 1989–2002 Professor of Philosophy at the University of Tübingen; since 2002 Professor for Philosophy at the University of Freiburg im Breisgau; since 2017 emeritus.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Tijdschrift voor Filosofie — 74 (2012), S. 186–187 (Martine Berenpas)
In: Musik und Ästhetik — 2011, Heft 58, S. 111–116 (Gustav Falke)
In: Deutsche Zeitschrift f. Philosophie — 59 (2011), S. 472–475 (Christiane Voss)
In: Estetika — 49 (2012), S. 232–239 (Csaba Olay)
In: Das Argument — 296 (2012), S. 255–257 (Tilman Reitz)
In: Theologische Literaturzeitung — 137 (2012), S. 1386–1390 (Morten Sorensen Thaning)
In: Dialogo Filosofico — 27 (2011), S. 356
In: Basler Zeitung — 29. Juli 2011, S. 35 (Interview) (Mario Schärli)
In: www.literarisches-Berlin.de — http://literarisches-berlin.de/Neue_Buecher/Ganze%20Buchbesprechungen/Figal_Erscheinungsdinge.htm
In: Les Etudes Philosophiques — 95 (2010), S. e47-e51 (Christian Sommer)
In: Rivista Filosofica Neo-Scolastica — 3 (2011), S. 549–552 (Francesca Filippi)