Protestantische Ethik des Politischen 978-3-16-152361-8 - Mohr Siebeck
Theologie

Arnulf von Scheliha

Protestantische Ethik des Politischen

2013. XI, 422 Seiten.
39,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-152361-8
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Arnulf von Scheliha legt eine Gesamtdarstellung der Politischen Ethik im deutschen Protestantismus vor. Anknüpfend an die Geschichte der Politischen Ethik wird in der auf die Gegenwart bezogenen Prinzipienlehre der Begriff der christlichen Freiheit umfassend entfaltet. Seine Bedeutung für das politische Handeln in der Gegenwart wird an den Beispielen »Ächtung von Gewalt«, »Europa« und »Good Governance« konkretisiert.
Arnulf von Scheliha liefert eine Gesamtdarstellung der Politischen Ethik im deutschen Protestantismus. Auf der Basis eines handlungstheoretischen Politikbegriffs legt er im historischen Teil die Geschichte der Politischen Ethik von der Reformationszeit bis zur EKD-Demokratiedenkschrift dar. Ein wichtiger Schwerpunkt der Darstellung ist der Wandel des Staatsverständnisses und die dadurch erforderliche Umformung der reformatorischen Lehre von den zwei Regierweisen Gottes. Der Autor misst den Beiträgen des theologischen Liberalismus eine besondere Bedeutung zu (Aufklärung, Friedrich Schleiermacher, Richard Rothe, Ernst Troeltsch), weil sie maßgeblich zur Lösung der gedanklichen Aufgaben, die durch diesen Wandel gestellt waren, beigetragen haben. Die auf die Gegenwart bezogene Prinzipienlehre geht vom Begriff der christlichen Freiheit aus und entfaltet ihre normative Bedeutung für die politische Ethik als Pflichten-, Güter- und Tugendlehre. Die pflichtenethische Interpretation der Freiheit erfolgt in den Dimensionen Menschenwürde, Kultur, Verantwortung und Gerechtigkeit. Im Mittelpunkt der Güterlehre stehen die Grundrechte, die Zivilgesellschaft, die Demokratie und eine verfahrensethische Interpretation des Gerechtigkeitsbegriffs. Die Tugendlehre entfaltet die christliche Verantwortung und arbeitet ihre Bedeutung für das politische Handeln in der Zivilgesellschaft und im modernen Mehr-Ebenen-Staat heraus. Im abschließenden Teil knüpft Arnulf von Scheliha an die pflichten-, güter- und tugendethische Einteilung an, greift wichtige Themen des gegenwärtigen politischen Diskurses auf und konkretisiert die Reichweite des hier vertretenen Ansatzes an den Beispielen »Ächtung von Gewalt und Stiftung von gerechtem Frieden«, »Europa« und »Good Governance".
Personen

Arnulf von Scheliha Geboren 1961; Studium der Ev. Theologie; 1991 Promotion; 1997 Habilitation; seit 2014 Professor für Theologische Ethik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Direktor des Instituts für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften (IfES).

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitzeichen — 2014, Heft 1, S. 63 (Bernd Oberdorfer)
In: Fachbuchjournal — 2014, Heft 4, 40–41 (Michael Droege)
In: Evangelische Stimmen — 2013, Heft 9, S. 35–37 (Tilman Fuß)
In: Neue politische Literatur — 59 (2014), S. 177–179 (Benedikt Brunner)
In: Theologische Literaturzeitung — 139 (2014), S. 252–254 (Hartmut Kreß)
In: Das Historisch-Politische Buch — 62 (2014), S. 543–544 (Dirk Fleischer)
In: zur sache bw — 2013, Nr. 23, S. 46–47 (Volker Stümke)
In: Theologische Revue — 110 (2014), S. 333–335 (Christoph Seibert)
In: Ethik und Gesellschaft — http://www.ethik-und-gesellschaft.de/dynasite.cfm?dsmid=101427 (02/2015)
In: Zeitschr.d.Savigny-Stiftung K — 2014, 704–706 (Heinrich de Wall)
In: Verkündigung u. Forschung — 61 (2016), S. 127–134 (Klaas Huizing)