Strafrecht und Gesellschaft 978-3-16-156681-3 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Strafrecht und Gesellschaft

Ein kritischer Kommentar zum Werk von Günther Jakobs
Hrsg. v. Urs Kindhäuser, Claus Kreß, Michael Pawlik u. Carl-Friedrich Stuckenberg

2019. VIII, 836 Seiten.
129,00 €
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ISBN 978-3-16-156681-3
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Günther Jakobs ist einer der wichtigsten Strafrechtler der Gegenwart. Im vorliegenden Band legen erstmals 31 renommierte Rechtswissenschaftler die geistesgeschichtlichen Grundlagen von Jakobs' Denken frei, analysieren seine wichtigsten Beiträge zur Theorie des Verbrechens und untersuchen seinen Einfluss auf die heutige strafrechtswissenschaftliche Diskussion.
Seit der Veröffentlichung seiner Schrift »Schuld und Prävention« (1976) und der ersten Auflage seines Lehrbuchs (1983) gilt Günther Jakobs sowohl in Deutschland als auch international als einer der wichtigsten Strafrechtswissenschaftler der Gegenwart. Zwar ist Jakobs' Straf- und Verbrechenstheorie zum Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen geworden. Bis heute fehlt jedoch eine verlässliche Gesamtanalyse, die der Innovationskraft seines Werkes gerecht wird, aber auch dessen problematische Züge nicht verschweigt. Der vorliegende Band, ein Gemeinschaftswerk von 31 renommierten Rechtswissenschaftlern aus dem In- und Ausland, schließt diese Lücke. Es werden die geistesgeschichtlichen Grundlagen von Jakobs' Denken freigelegt, seine wichtigsten Beiträge zur Theorie des Verbrechens kritisch analysiert und sein Einfluss auf die heutige strafrechtswissenschaftliche Diskussion untersucht.
Inhaltsübersicht
Claus Kreß: Einführung

Teil I: Ideengeschichtliche Einordnung
Rainer Zaczyk: Feuerbach – Kurt Seelmann: Günther Jakobs und Hegel – Benno Zabel: Von Wert und Nutzen einer kritischen Strafrechtswissenschaft. Franz v. Liszt und Gustav Radbruch – Carl-Friedrich Stuckenberg: Neukantianismus – Urs Kindhäuser: Günther Jakobs und Hans Welzel – Stefan Ast: Konvergenzen, Divergenzen und Diskussionen zwischen Günther Jakobs und Armin Kaufmann – Michael Pawlik: Das Strafrecht der Gesellschaft. Sozialphilosophische und sozialtheoretische Grundlagen von Günther Jakobs' Strafrechtsdenken
Teil II: Dogmatische Durchführung
Ulfrid Neumann: Aufgabe des Strafrechts und Strafbegründung – Volker Haas: Der Verbrechensbegriff von Günther Jakobs – Wolfgang Wohlers: Günther Jakobs und die Rechtsgutslehre – Reinhard Merkel: Feindstrafrecht. Zur kritischen Rekonstruktion eines produktiven Störenfrieds in der Begriffswelt des Strafrechts – Bernd Müssig: Objektive Zurechnung und Strafrechtstheorie – Georg Freund: Jakobs und die Unterlassungsdelikte. Von der Verhaltensform zur Qualität der Verhaltensnorm – Ingeborg Puppe: Vorsatz – Hans-Ullrich Paeffgen: Irrtumslehre – Björn Burkhardt: Fahrlässigkeit als individuelle Erkennbarkeit der Tatbestandsverwirklichung – Javier Wilenmann: Rechtfertigung – Helmut Frister: Schuld und Entschuldigungsgründe – Walter Perron: Rechtsvergleichende Beobachtungen zur funktionalen Schuldfähigkeitslehre – Dennis Dold: Versuch und Rücktritt – Hernán Dario Orozco López: Jakobs' Theorie der Beteiligung – Juan Pablo Mañalich: Verallgemeinerung als Pathos. Zu Günther Jakobs' Beitrag zur Dogmatik des Besonderen Teils

Teil III: Wirkungsgeschichte und Ausblick
Wolfgang Frisch: Straftheorie, Verbrechensbegriff und Straftatsystem im Werk von Günther Jakobs – Manuel Cancio Meliá: Non licet? Überlegungen zum Status der Kriminalpolitik in der Strafrechtslehre Günther Jakobs' – Klaus Ferdinand Gärditz: Das Strafrechtsdenken von Günther Jakobs aus der Sicht der Staats- und Verfassungstheorie – Jesús-María Silva Sánchez: Der Einfluss von Günther Jakobs' Werk auf den spanischsprachigen Raum. Eine Beobachtung zweiter Ordnung – Takaaki Matsumiya: Einfluss auf die ostasiatische Strafrechtsdogmatik – Claes Lernestedt: The Sounds of Silence. A Few Reflections from Elsewhere

Teil IV: Anhang
Ein Gespräch mit Herrn Professor Dr. Günther Jakobs – Verzeichnis der Schriften von Günther Jakobs
Personen

Urs Kindhäuser war Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Bonn. Emeritierung 2017.

Claus Kreß ist Professor für deutsches und internationales Strafrecht und Völkerrecht an der Universität zu Köln.

Michael Pawlik ist Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Freiburg i. Br.

Carl-Friedrich Stuckenberg ist Professor für deutsches und internationales Strafrecht und Strafprozessrecht, Strafrechtsvergleichung sowie Strafrechtsgeschichte an der Universität Bonn.

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