Übersetzung des Talmud Yerushalmi 978-3-16-147045-5 - Mohr Siebeck
Judaistik

Übersetzung des Talmud Yerushalmi

III. Seder Nashim. Traktat 2: Sota – Die des Ehebruchs verdächtigte Frau
Hrsg. v. Martin Hengel, Jacob Neusner u. Peter Schäfer
Übers. v. Frowald G. Hüttenmeister

1998. XXIX, 283 Seiten.
109,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-147045-5
lieferbar
Die erste Übersetzung und Kommentierung des Traktats Sota aus dem Jerusalemer Talmud über die des Ehebruchs verdächtigte Frau.
Der Traktat Sota ist der zweite Traktat des Seders Naschim, der vom Frauenrecht handelt. Er beschreibt die in Numeri 5,11–31 vorgeschriebene Prozedur, der sich eine des Ehebruchs verdächtigte Frau unterziehen muß. Ausführlich werden die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Verfahrens wegen Ehebruchs, die Befragung der Zeugen und die Durchführung der Prozedur im Tempel geschildert.
Da der Text aus verschiedenen Quellen schöpft und häufig aufgrund eines Stichwortes oder einer inhaltlichen Parallele Exkurse einblendet, werden auch andere Themen behandelt. So folgen auf die Beschreibung von Strafe und Belohnung der Sota andere Beispiele des 'Maß für Maß' im Guten wie im Bösen; es spielen unter anderem Reinheitsprobleme, die Ausdehnung der Levitenstädte und das Schilfmeerlied eine große Rolle.
Der Sota-Abschnitt darf in jeder beliebigen Sprache gesprochen werden; daran schließt sich eine Besprechung anderer Abschnitte an, die ebenfalls in jeder beliebigen Sprache oder aber ausschließlich in der Heiligen Sprache gesprochen werden dürfen. Dabei wird auch das Umfeld beschrieben: so zum Beispiel der Übergang über den Jordan (Jos 3–4) zusammen mit den Segens- und Fluchsprüchen auf den Bergen Garizim und Ebal (Dtn 27–28) und die Rückstellung vom Kriege für einen bestimmten Personenkreis. Außerdem werden Beispiele für den Niedergang von Religion und Moral und die Zunahme von Unglück und Plagen aufgezählt. Der Traktat endet mit einer endzeitlichen Vision.
Der ausführliche Kommentar verweist auf Parallelstellen in der rabbinischen Literatur und erklärt einzelne Begriffe, schwierige Textstellen und historische Hintergründe. Dabei wurde Wert darauf gelegt, daß auch Leser, die mit der rabbinischen Literatur nicht so vertraut sind, ausreichend Informationen und Erläuterungen erhalten.
Personen

Jacob Neusner Keine aktuellen Daten verfügbar.

Martin Hengel (1926–2009) was Professor of New Testament and Early Judaism at the Protestant Theology Faculty at the University of Tübingen.

Peter Schäfer Geboren 1943; 1968 Promotion; 1973 Habilitation; 1983–2008 Professor für Judaistik an der Freien Universität Berlin; 1998–2013 Ronald O. Perelman Professor of Jewish Studies und Professor of Religion an der Princeton University; seit 2014 Direktor des Jüdischen Museums Berlin.

Frowald Gil Hüttenmeister Geboren 1938; Studium der Judaistik in Deutschland, Österreich und Israel; 1970 Promotion; Dozent für Judaistik an den Universitäten Tübingen, Duisburg, Wuppertal, Paris und Haifa; im Ruhestand.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr. f. d. Alttestamentl. Wissenschaft — Bd 112 (2000), S. 483 (S. Schreiner)
In: Frankfurter Judaistische Beiträge — 2000, H.27, S. 165f. (Heinz-Peter Tilly)
In: Archivo Teologico Granadino — Jg. 62, (1999), S. 392–393 (A. Torres)
In: Journal for the Study of Judaism — Jg.32 (2001) S. 308
In: New Testament Abstracts — Vol. 43, (1999), Nr. 2, S. 423
In: Salesianum — Jg. 62, (2000), Nr. 1, S. 183–184 (R. Vicent)