Der Kulturwissenschaftler Jan Hinrichsen im Interview

Der Kulturwissenschaftler Jan Hinrichsen im Interview

im Schwäbischen Tagblatt


Im Schwäbischen Tagblatt vom 24. März 2020 befragt Ulla Steuernagel den EKWler und Mohr Siebeck-Autor Dr. Jan Hinrichsen zur Veränderung des gesellschaftlichen Lebens durch die Corona-Pandemie.

Dem "Experten für Katastrophen" (Tagblatt), der sich in seiner Doktorarbeit mit dem Lawinenunglück von Galtür befasste, fällt vor allem auf, wie sich das Zusammenleben in der Gesellschaft ändert und neu arrangiert. Das mache Bedrohungen einerseits interessant, andererseits aber auch wirkmächtig. Zugleich beunruhigt ihn der Ruf nach härterem staatlichen Durchgreifen und die Tatsache, dass er erhört werde: "In Krisen wird sonst implizite Macht deutlich."

In seiner in Kürze bei Mohr Siebeck erscheinenden Doktorarbeit zeigt Jan Hinrichsen, wie sich Wissen und Katastrophe, Archiv und Krise, Ordnung und Bedrohung zueinander verhalten. Analysiert werden Sicherheitstechnologien zur Abwehr von Naturgefahren, die jene Wissensordnungen versammeln, aus denen die Lawinenkatastrophe von Galtür im Jahr 1999 hervorgeht und die sie zeitgleich schlagartig in Frage stellt.

Jan Hinrichsen
Unsicheres Ordnen

Lawinenabwehr, Galtür 1884–2014
2020. XI, 305 Seiten.
Bedrohte Ordnungen 14
Festeinband 59,00 €

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