Erdöl und Kohle als unverzichtbares Backup für die Energiewende?

Erdöl und Kohle als unverzichtbares Backup für die Energiewende?

Heute (10.4.19) meldet tagesschau.de unter Berufung auf NDR, Deutsche Welle und "Süddeutsche Zeitung", dass die Weltbank trotz aller international geschlossenener Klimaverträge nach wie vor in fossile Energieträger investiert.


So etwa in das weltgrößte Raffinerieprojekt in Nigeria, das im nächsten Jahr mit der Erdölaufbereitung beginnen soll. Als einer der größten Anteilseigner an der Weltbank hat Deutschland übrigens 2016 für die Kreditvergabe votiert.

Drückt sich in dieser widersprüchlichen Politik etwa die Angst vor dem Scheitern der Energiewende aus und der Versuch, kurzfristig auf günstige fossile Energieträger zurückgreifen zu können?

Raphael Pompel vergleicht in seiner Doktorarbeit, die im Sommer bei Mohr Siebeck erscheinen wird, die Strategien der größten europaischen Mitgliedstaaten, um die Kapazitäten bei der Stromerzeugung auch vor dem Hintergrund der europäischen Energiewende  sicherzustellen.

Raphael Pompl
Kapazitätssicherung im europäisierten Stromwirtschaftsrecht
Die Absicherung der Stromerzeugung in den Mitgliedstaaten durch Kapazitätsmechanismen am Beispiel Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens
Energierecht - Beiträge zum deutschen, europäischen und internationalen Energierecht 23
2019. Ca. 430 Seiten.
ISBN 978-3-16-156796-4
Leinen ca. 100,00 €

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