Das Recht des Diskriminierungsopfers auf Anerkennung - 10.1628/jz-2021-0285 - Mohr Siebeck
Law

Clemens Latzel

Das Recht des Diskriminierungsopfers auf Anerkennung

Besprechung von EuGH (GK), Urteil v. 15. 4. 2021 – C-30/19 (Braathens)

Section: Review Essay
JuristenZeitung (JZ)

Volume 76 () / Issue 18, pp. 886-893 (8)
Published 13.09.2021

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Dem EuGH (JZ 2021, 908, in diesem Heft) genügen Schadensersatz- und Entschädigungszahlungen zur Wiedergutmachung und Prävention von Diskriminierungen nicht mehr. Das Diskriminierungsopfer muss auch als solches anerkannt werden – entweder vom Täter oder notfalls durch ein Gericht, das zumindest inzident die Diskriminierung prüft und diese gegebenenfalls feststellt, was der Täter nicht vereiteln darf. Damit dreht der EuGH die Effektuierungsspirale weiter und fordert das nationale Prozessrecht heraus.
Authors/Editors

Clemens Latzel Privatdozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit Lehrbefähigung für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Europarecht und Wirtschaftsrecht.