Das Ungerechte an der Gerechtigkeit - 10.1628/002268809789648085 - Mohr Siebeck
Law

Bernd Rüthers

Das Ungerechte an der Gerechtigkeit

Section: Essays
JuristenZeitung (JZ)

Volume 64 () / Issue 20, pp. 969-975 (7)

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»Justiz hat mit Gerechtigkeit so viel zu tun wie die Landeskirchenverwaltung mit dem lieben Gott.« Herbert Rosendorfer, Richter und Schriftsteller, zitiert nach »Sonntagsblatt«, Evangelische Wochenzeitung in Bayern, 12. Juni 2005 »Das genaue Ergebnis (lies: eines gerichtlichen Prozesses; B.R.) ist schlechthin unberechenbar geworden... der außergerichtliche Vergleich oder das Knobeln erledigt den Streit allemal rascher, billiger und ebenso gerecht wie ein Urteil... Unter den in der Bundesrepublik obwaltenden Verhältnissen von den Gerichten Gerechtigkeit zu fordern, ist illusionär.« Willi Geiger DRiZ 1982, 325. Geiger war Richter am BGH, ab 1951 Präsident eines Senates. Gleichzeitig war er von 1951 bis 1977 Richter am BVerfG. »...der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, erzeugt stets die Hölle.« Karl R. Popper, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Bd. II, 7. Aufl. 1992, S. 277 »Unsere Gerechtigkeiten sind wie ein schmutziges Kleid« Jesaia 64,5
Authors/Editors

Bernd Rüthers Geboren 1930; 1958 Promotion; 1961–63 Direktionsassistent Daimler-Benz AG; 1967 Habilitation; 1967–71 o. Professor an der Freien Universität Berlin und Direktor des Instituts für Rechtssoziologie und Rechtstatsachenforschung; seit 1971 o. Professor für Zivilrecht und Rechtstheorie an der Universität Konstanz; 1998 Emeritierung.