Jannis Lennartz

Fernes Bonn? Zur Ideengeschichte der Methodenlehre im Verfassungsrecht

Section: Aufsätze
Volume 81 (2026) / Issue 10, pp. 417-425 (9)
Published 06.05.2026
DOI 10.1628/jz-2026-0139
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Summary
In der bundesrepublikanischen Methodendiskussion sind Wort und Willen des Parlamentarischen Rates nicht wichtig. Im Namen eines gesteigerten Wirklichkeitsbezuges sind viele Juristen mehr an normativer Kraft statt kraftvoller Normativität interessiert. Nützliche Instrumente sind ihnen die objektive Auslegung, welche Dynamik ermöglicht, die Konkretisierung, welche sie vollzieht, schließlich die Rede vom Verfassungswandel, welche sie reflektiert. Das Grundgesetz scheint so fern, dass sich neue Beiträge gar nicht mehr für die Methode des Umgangs mit den Normen des Grundgesetzes, sondern mit Urteilen des Bundesverfassungsgerichts interessieren.