Schmerzensgeldbemessung und Glücksforschung - 10.1628/jz-2019-0162 - Mohr Siebeck
Law

Stefan Korch

Schmerzensgeldbemessung und Glücksforschung

Wunsch und Wirklichkeit eines neuen Ansatzes

Section: Essays
JuristenZeitung (JZ)

Volume 74 () / Issue 10, pp. 491-497 (7)

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Schmerzensgelder sind gegriffene Größen – ein Umstand, den viele als unbefriedigend empfinden. Verheißungsvoll klingen deshalb Erkenntnisse der sogenannten Glücksforschung, die Einsichten in die Lebenszufriedenheit von Menschen versprechen. Die empirischen Untersuchungen warten mit erstaunlichen Ergebnissen auf: So berichten etwa Menschen, die durch einen Unfall dauerhafte Körperschäden davongetragen haben, nach einer Übergangszeit von einer ähnlichen Lebenszufriedenheit wie vor dem Unfall. In jüngerer Zeit wird deshalb verstärkt diskutiert, ob diese Befunde bei der Schmerzensgeldbemessung berücksichtigt werden sollten. Eine genauere Betrachtung offenbart indes, dass der Stand der Glücksforschung noch keine rechtspolitischen Empfehlungen erlaubt.
Authors/Editors

Stefan Korch Geboren 1985; Studium des Internationalen Wirtschaftsrechts sowie der Rechtswissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Erlangen; Forschungsaufenthalt an der Duke Law School (USA); 2014 Promotion; derzeit Rechtsreferendar am Landgericht Nürnberg.