Theology

Teresa Morgan

The Transfiguration (Mark 9:2–8) and the Raising of Lazarus (John 11:1–44)

A Johannine Transformation of Mark?

Section: Articles
Early Christianity (EC)

Volume 13 () / Issue 3, pp. 342-363 (22)
Published 07.11.2022

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Der vorliegende Artikel vertritt die These, dass die Geschichte von der Auferweckung des Lazarus im Johannesevangelium als Umarbeitung der Verklärungsgeschichte des Markus zu betrachten sei. Das wird in der neueren Forschung zum Verhältnis zwischen Johannes und den synoptischen Evangelien in der Regel nicht so gesehen. Der folgende Beitrag versucht jedoch zu zeigen, dass in diese Umarbeitung alle Hauptbestandteile der johanneischen Erzählung einbezogen sind, von der Stellung der Episode im Evangelium über die Lokalisierung des Wunders, Jesu Offenbarung seiner Identität und die Art des Wunders, bis hin zur Beziehung zwischen Jesus, Lazarus, Martha und Maria, Marthas Bejahung des πιστεύειν, das begrenzte Verständnis der Jünger für das Geschehen, das Missverständnis des Thomas darüber, was zum Leben und Vertrauen erforderlich ist, und Jesu Gebet zu Gott bzw. Gottes Eingreifen im eng anschließenden zwölften Kapitel. Die Einsicht, dass und wie Johannes die markinische Erzählung hier verarbeitet, kann zum Verständnis darü ber beitragen, wie Johannes das Markusevangelium und vielleicht auch die anderen synoptischen Evangelien verwendete und was dies für das Verständnis seines eigenen Evangeliums bedeutet.
Authors/Editors

Teresa Morgan Born 1968; currently Professor of Graeco-Roman History, University of Oxford, Nancy Bissell Turpin Fellow and Tutor in Ancient History, Oriel College, Oxford and McDonald-Agape Professor-elect of New Testament and Early Christianity, Yale Divinity School.
https://orcid.org/0000-0001-6042-8349