Andreas Kubik

Überkomplexität im Studium der Religionspädagogik reduzieren

Section: Online First Articles
pp. 1-7 (7)
Published 27.07.2026
DOI 10.1628/stk-2026-0028
Summary
Der vorliegende Text befasst sich mit der Herausforderung, die inhaltliche Überkomplexität im Studium der evangelischen Theologie zu reduzieren, um angehende Lehrkräfte effektiv auf die Anforderungen der Lehrpläne vorzubereiten. Am Beispiel einer Lehrveranstaltung zum Thema „Islam im evangelischen Religionsunterricht» diskutiert der Autor die Nutzung von EKD-Texte 96 (neu) als Werkzeug der didaktischen Reduktion. Anstatt einer rein islamkundlichen Logik folgt der Entwurf einem Professionalisierungsansatz. Fachwissen wird hierbei nicht nur als Inhaltswissen, sondern als soziale Verortung und Reflexion über die christliche Positionierung verstanden. Durch die Anwendung der in EKD-Texte 96 (neu) vorgeschlagenen „regulativen Horizonte« (z. B. Demokratiebildung, Diversity, Digitalität) wird der Stoff kriteriengeleitet reduziert und kontextualisiert. Der Autor schließt mit dem Vorschlag eines Seminarplans und der These, dass eine solche Professionalisierung nur gelingen kann, wenn alle theologischen Fächer ihre Lehre an diesen Horizonten ausrichten.