Verfassungswidrigkeit des wahldeutigen Schuldspruchs Zum eindeutigen Schuldspruch als dem zentralen Element der Bestrafung - 10.1628/002268815X14213134224010 - Mohr Siebeck
Law

Georg Freund, Frauke Rostalski

Verfassungswidrigkeit des wahldeutigen Schuldspruchs Zum eindeutigen Schuldspruch als dem zentralen Element der Bestrafung

Section: Essays
JuristenZeitung (JZ)

Volume 70 () / Issue 4, pp. 164-170 (7)

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Die gesetzesalternative Wahlfeststellung wurde in einem entsprechenden Anfragebeschluss des 2. Strafsenats des BGH zu Recht als verfassungswidrig angesehen. Unter den Strafsenaten zeichnet sich wie in der Strafrechtswissenschaft ein geteiltes Meinungsbild ab. Dieser Beitrag möchte angesichts der neuerlichen Sympathiebekundungen für die ungleichartige Wahlfeststellung die Argumentation für die verfassungsrechtlich gebotene Kehrtwende in entscheidender Hinsicht vertiefen. Im Zentrum steht dabei die nicht selten verkannte Bedeutung des Schuldspruchs für die Legitimation staatlicher Strafe.
Authors/Editors

Georg Freund ist Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie am Institut für Kriminalwissenschaften der Universität Marburg.

Frauke Rostalski Geboren 1985; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Marburg; 2011 und 2017 Promotion in Rechtswissenschaft und Philosophie; seit 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kriminalwissenschaftlichen Institut der Universität Marburg; seit 2018 Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln.