New developments in linguistic philosophy and literary theory demand new readings of early Christian texts concerning the differentiation between factuality and fictionality. The contributions in this volume take up this challenge and introduce early Christian texts into the debate.
New developments in linguistic philosophy and literary theory demand new readings of early Christian texts concerning the differentiation between factuality and fictionality. The contributions in this volume take up this challenge and introduce early Christian texts into the debate: How do these texts implement factual and fictional forms of literary representation in narrative characters, events, topics or motifs? Which intentions are implied? Which effects are aimed for? Insights into the topic's metadiscourse and its reception history complete the volume.
Table of contents:
Susanne Luther/Jörg Röder/Eckart D. Schmidt: Fiktivität, Fiktionalität und Faktualität in der frühchristlichen Literatur - Eine Einführung
I. Auf dem Weg zu einer Theorie von Faktualität und FiktionalitätJörg Röder: Zum Verhältnis von Faktualität und Fiktionalität. Ein Forschungsüberblick -
Frank Zipfel: Fiktion und fiktionales Erzählen aus literaturtheoretischer Perspektive -
Vera Nünning: Unzuverlässiges Erzählen als Paradigma für die Unterscheidung zwischen faktualem und fiktionalem Erzählen
II. Frühchristliche Texte in der DiskussionOlaf Rölver: Der Blick des Begeisterten. Die Schrift als symbolische Form der matthäischen Jesuserzählung -
Felix Albrecht: Herodes der Große und der Kindermord zu Bethlehem (Mt 2,16-18) aus historischer und narratologischer Perspektive -
Thomas Schumacher: Die Taufe Jesu als Auferstehungserzählung des Markusevangeliums -
Susanne Luther: Fiktionalitäts- und Faktualitätskriterien. Ein Versuch am Beispiel neutestamentlicher Wundererzählungen -
Paul Metzger: Der Lieblingsjünger und die normative Kraft des Fiktiven - Kanonische Fiktionalität als fundamentaltheologisches Problem -
Ruben Zimmermann: »Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr« (Joh 19,35) - Augenzeugenschaft im Johannesevangelium als hermeneutisches Konzept -
Nils Neumann: Rhetorik des Schiffbruchs. Apg 27 als ἔκφρασις zwischen Fakt und Fiktion -
Sandra Hübenthal: Erfahrung, die sich lesbar macht. Kol und 2 Thess als fiktionale Texte -
Peter-Ben Smit: Back to the Future - Aspekte der Pseudepigraphie des Titusbriefes und ihre Bedeutung
III. Metadiskurse und WirkungszusammenhängeMartin Bauspieß: Die Pragmatik der Geschichte. Der Metadiskurs zur Geschichtsschreibung in neutestamentlicher Zeit und die Diskussion nach dem »linguistic turn« -
Eckart D. Schmidt: Ein aufgeklärter Jesus in der Neuen Welt. Die Bibelkompilationen Thomas Jeffersons: Historische Faktualität als Paradigma der Aufklärungsexegese?