Augustin und der Manichäismus 978-3-16-150841-7 - Mohr Siebeck
Theologie

Volker Henning Drecoll / Mirjam Kudella

Augustin und der Manichäismus

2011. X, 292 Seiten.
29,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-150841-7
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Welche Bedeutung hat der Manichäismus für Augustin und seine Theologie? Um diese Frage zu beantworten, untersuchen Volker Henning Drecoll und Mirjam Kudella die Zeit Augustins als Manichäer, seinen Kampf gegen den Manichäismus und die Frage eines möglichen Einflusses des Manichäismus auf Augustins Theologie.
Welche Bedeutung hat der Manichäismus für Augustin und seine Theologie? Um diese Frage zu beantworten, untersuchen Volker Henning Drecoll und Mirjam Kudella in drei Schritten die Zeit Augustins als Manichäer, seinen Kampf gegen den Manichäismus und die Frage eines möglichen Einflusses des Manichäismus auf Augustins Theologie. Zunächst wird der nordafrikanische Manichäismus dargestellt, wobei eine Vermischung mit Nachrichten aus den koptischen Manichaica oder späteren Quellen konsequent vermieden wird, um in chronologischer wie regionaler Hinsicht ein präzises Bild für das lateinischsprachige Nordafrika zu erhalten. Auch die Frage, inwiefern der Manichäismus als Dualismus und als Gnosis einzuschätzen ist, wird dabei gestellt. Hieran schließt sich eine Darstellung dessen an, was über den jungen Augustin als manichäischen »Hörer« bekannt ist, was den Manichäismus für ihn attraktiv gemacht haben mag und warum er sich von diesem wieder abwandte. In einem zweiten Teil kommt die Bekämpfung des Manichäismus durch den Presbyter und Bischof Augustin in den Blick, und zwar in der antimanichäischen Polemik, aber auch in den Grundentscheidungen seiner Theologie, etwa der Ontologie oder dem Schriftverständnis. Die literarische antimanichäische Tradition aus der Zeit vor Augustin wird dabei ebenso beachtet wie die Manichäismusvorwürfe, die gegen Augustin schon zu seinen Lebzeiten erhoben wurden. Schließlich untersuchen die Autoren, inwiefern Augustins Denken vom Manichäismus beeinflusst ist, etwa in der Gottes- und Seelenlehre, der Willens- und Sündenvorstellung, der Christologie, dem Konzept von Heilsgeschichte oder dem Schriftverständnis.
Personen

Volker Henning Drecoll Geboren 1968; Studium der Ev. Theologie in Münster; 1996 Promotion; 1998 Habilitation; seit 2004 Professor für Kirchengeschichte mit dem Schwerpunkt Alte Kirche in Tübingen; seit 2005 Ephorus des Evangelischen Stifts.
https://orcid.org/0000-0001-7641-4662

Mirjam Kudella Geboren 1982; Studium der ev. Theologie und Latinistik in Tübingen und Leipzig; Assistentin an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr. f. Kirchengeschichte — 124 (2014), S. 77–78 (Nicholas J. Baker-Brian)
In: De Stem van het Boek — 2011, Heft 2, S. 14 (PJT)
In: Augustinus — 56 (2011), S. 527 (Enrique A. Eguiarte)
In: RPI Virtuell — http://www.rpi-virtuell.net (01/2012) (Christoph Auffarth)
In: Jahrbuch f.Antike und Christentum — 55 (2012), S. 167–169 (Manfred Hutter)
In: Mayeutica — 37 (2011), S. 443–444 (Enrique A. Eguiarte B.)
In: Estudio Agustiniano — 47 (2012), S. 177–178 (P. de Luis)
In: Göttingische Gelehrte Anzeigen — 266 (2014), S. 219–227 (Josef Löffl)