Die apokryphe Bibel 978-3-16-149686-8 - Mohr Siebeck
Theologie

Hans-Josef Klauck

Die apokryphe Bibel

Ein anderer Zugang zum frühen Christentum

2008. X, 393 Seiten.

Tria Corda 4

29,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-149686-8
lieferbar
Apokryphe Schriften zur Bibel erfreuen sich derzeit eines wachsenden Interesses bei einer breiteren Öffentlichkeit. Was in dieser Situation vor allem Not tut, sind solide, wissenschaftlich abgesicherte Darstellungen. Dazu leistet Hans-Josef Klauck mit sieben Einzelfallstudien einen Beitrag.
Der Schwerpunkt dieses Buches liegt beim Umgang mit frühchristlichen, bzw. altkirchlichen und neutestamentlichen Apokryphen. Nicht zuletzt aufgrund der geschickten Vermarktung dieser Schriften in den Medien ist ein neuerwachtes Interesse an den Apokryphen in weiteren Kreisen der Öffentlichkeit zu verspüren. Was hingegen oft fehlt, ist eine solide Information, die auch den Kriterien der Wissenschaft Genüge tut. In diese Lücke stößt das vorliegende Werk vor, und zwar durch eine Serie von sieben Einzelfallstudien, die das Thema in gut lesbarer Form brennpunktartig bündeln. Den äußeren Rahmen geben die Gattungen von Schriften vor, die wir auch im Neuen Testament finden. Den Anfang macht daher die Beschäftigung mit Evangelien, die erst in den letzten sechs Jahrzehnten ans Tageslicht kamen und teils hohe Erwartungen wecken, nämlich das Judasevangelium, das Thomasevangelium und das Geheime Evangelium nach Markus. Es folgt eine Übersicht über die teils sehr erheiternden Tiergeschichten in den Apostelakten. Die Briefliteratur wird von der Korrespondenz zwischen Seneca und Paulus vertreten, deren Echtheit selbst heute noch ihre Verteidiger findet. Als Beispiele für Apokalypsen dienen zwei Werke, die dem Apostel Paulus zugeschrieben werden. Wenig bekannt und zu Unrecht vernachlässigt sind die Pseudo-Clementinen, in denen der Petrusschüler und spätere Papst Clemens I. unter anderem vom Wettkampf zwischen Simon Petrus und Simon Magus berichtet. Den Abschluß bildet eine längere thematische Abhandlung zur Vielgestaltigkeit der Figur des Erlösers Jesus Christus in frühchristlichen Schriften. Sie bietet eine erstaunliche Fülle von einschlägigem Material teils zum ersten Mal in ausführlicher Form dar.
Inhaltsübersicht
Vorwort
Einführung
1. Endlich die volle Wahrheit? Neue apokryphe Evangelien
2. Von Menschen und anderen Tieren: Zoologisches in den apokryphen Apostelakten
3. Mit Paulus durch Himmel und Hölle: Zwei apokryphe Apokalypsen
Anhang:
Übersetzung der griechischen Fassung der Paulusapokalypse
4. Wenn Seneca an Paulus schreibt: Ein apokrypher Briefwechsel
5. Simon Petrus und Simon Magus: Ihr Zweikampf in den Pseudoclementinen
6. Epistolographie und frühchristliche Literatur: Briefliche Rahmung und Briefeinlage in den Pseudoclementinen
7. Christus in vielen Gestalten: Die Polymorphie des Erlösers in apokryphen Texten
Bibliographie
Register
Stellen (in Auswahl)
Namen und Sachen
Personen

Hans-Josef Klauck Geboren 1946; 1977 Promotion; 1980 Habilitation; 1982–97 Professor in Würzburg; 1997–2001 Professor in München, 1999–2003 Honorarprofessor an der Universität Pretoria/Südafrika; ab 2001 Full Professor, ab 2006 Naomi-Shenstone-Donnelley Professor an der Divinity School der University of Chicago; 2016 emeritiert.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: www.literatur-report.de — Www.literatur-report.de
In: Salesianum — 72 (2010), S. 586–588 (Rafael Vicent)
In: Journal for the Study of the NT — 31.5 (2009), S. 133 (Pieter J. Lalleman)
In: Laval théologique et philosophique — 65 (2009), S. 143–146 (Paul-Hubert Poirier)
In: Revue d'histoire et de Philosophie Religieuses — 90 (2010), S. 445–446 (Ch. Touati)
In: Erbe und Auftrag — 87 (2011), S. 111–112 (Methodius Völkel)
In: New Testament Abstracts — 53 (2009), S. 211
In: Biblische Notizen — 141 (2009), S. 141–142 (Michael Ernst)
In: Catholic Biblical Quarterly — 74 (2012), S. 162–163 (L. Roig Lanzillotta)
In: Concilium — 44 (2008), S. 1023