Die heiligen Propheten, eure Apostel und ich 978-3-16-151643-6 - Mohr Siebeck
Theologie

Martin G. Ruf

Die heiligen Propheten, eure Apostel und ich

Metatextuelle Studien zum zweiten Petrusbrief

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ISBN 978-3-16-151643-6
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Metatextualität beschreibt das kommentierende Verhältnis zwischen Texten. Martin G. Ruf arbeitet den Standort heraus, den sich der zweite Petrusbrief durch textuelle Referenzen selber zuweist, einen Standort zwischen Hilfsliteratur mit Verweisfunktion auf die eigentlich autoritativen Schriften einerseits und andererseits dem Anspruch auf Zugehörigkeit zu eben diesem Schriftenkreis.
Die Zeit, in der Exegeten über das angeblich unbeholfene, literaturferne Griechisch des zweiten Petrusbriefes die Nase rümpften, ist vorbei. Die jüngere Forschung hat dessen Orientierung an literarischen Vorbildern offen gelegt. Eine besondere Gruppe innerhalb des textuellen Universums des zweiten Petrusbriefes stellen dabei die für ihn autoritativen jüdischen und frühchristlichen Schriften dar, auf die er in unterschiedlicher Weise Bezug nimmt. Eine Untersuchung auf der Basis der intertextualitätstheoretischen Erkenntnis, dass Anspielungen, Zitate und andere Formen der Kontaktaufnahme zwischen Texten von der Selbsteinschätzung des verweisenden Textes zeugen, führt zu der Erkenntnis, dass der zweite Petrusbrief seine eigene Position bestimmt zwischen der Funktion von Auxiliarliteratur, die auf die autoritativen Schriften verweist, und dem Anspruch auf Eingliederung in diese Schriftengruppe.
Personen

Martin G. Ruf Geboren 1967; Studium (ev. Theologie, Latein, bibl. Hebräisch, Französisch) in Heidelberg, Marburg/Lahn und Halle/Saale; Lehrer für ev. Religionslehre, Latein und Französisch in Schönebeck/Elbe; Assistent in Opleiding Universität Utrecht; derzeit Junior Universitair Docent an der Universität Utrecht; 2010 Promotion.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Theologische Literaturzeitung — 137 (2012), S. 431–433 (Anders Gerdmar)
In: New Testament Abstracts — 55 (2011), S. 590
In: Theologische Revue — 108 (2012), S. 26–27 (Wolfgang Grünstäudl)
In: Interpretatie — 2013, Heft 1, S. 28–29 (Piet van Veldhuizen)