Eschatologische Fortschreibungen im Buch Hiob 978-3-16-156867-1 - Mohr Siebeck
Theologie

Sonja Feldmar

Eschatologische Fortschreibungen im Buch Hiob

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ISBN 978-3-16-156867-1
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Das alttestamentliche Buch Hiob fragt paradigmatisch nach einer sinnstiftenden Gottesbeziehung angesichts des ungerechtfertigten Leidens. Sonja Feldmar untersucht in der vorliegenden Arbeit Passagen, die im jahrhundertelangen Entstehungsprozess des Hiobbuches erst sehr spät hinzugekommen sind und eine bis dahin unbekannte Antwort liefern: Die Hoffnung auf eine den Tod überdauernde Gottesbeziehung, die einen Ausgleich für diesseitige Leiden bietet.
Hiob leidet. Der paradigmatisch gottesfürchtige Mann, weise, gerecht und wohlhabend in allen Bereichen, verliert alles und steht am Rande des Todes. Er geht sogar so weit, Gott anzuklagen und seine Restitution einzufordern. Sonja Feldmar beleuchtet in der vorliegenden Studie eine der vielen theologischen Antworten, die das Hiobbuch bietet und zeichnet dessen Entstehungsgeschichte nach. Dabei untersucht sie ausgewählte Kapitel der Hiobreden philologisch und traditionsgeschichtlich. Die Zusammenführung der Ergebnisse öffnet den Blick auf Fortschreibungen eines späten redaktionellen Stadiums. Aus unterschiedlichen Traditionslinien wurden die Vorstellungen eines jenseitigen Gerichts sowie einer Auferstehung der Toten in das alttestamentliche Hiobbuch eingeschrieben. Mit der Hoffnung auf eine den Tod überdauernden Gottesbeziehung wird Hiob eine neue Antwort auf seine Fragen und Anklagen gegeben: einen Ausgleich im Jenseits für seine diesseitigen Leiden.
Personen

Sonja Feldmar Geboren 1982; 2001–07 Studium der Ev. Theologie; 2007 Erstes kirchliches Examen; 2017 Promotion; derzeit Lehrtätigkeit an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

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