Frankreich, Burgund und das Reich im späten Mittelalter 978-3-16-150695-6 - Mohr Siebeck
Theologie

Heribert Müller

Frankreich, Burgund und das Reich im späten Mittelalter

Ausgewählte Aufsätze
Hrsg. v. Gabriele Annas, Peter Gorzolla, Christian Kleinert u. Jessika Nowak

99,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-150695-6
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Basler Konzil, Hundertjähriger Krieg, Reichsversammlungen: Heribert Müller nimmt die Protagonisten hinter den Ereignissen in den Blick und eröffnet damit Einsichten in das personelle Gefüge und die politischen Interdependenzen zwischen Frankreich, Burgund und dem Reich im Spätmittelalter.
Frankreichs politischer Wiederaufstieg in der Endphase des Hundertjährigen Kriegs, die zukunftsweisenden Reformdebatten des Basler Konzils, der französische Frühhumanismus, die Rangstreitigkeiten der Fürsten auf Reichsversammlungen und Konzilien: Heribert Müller nimmt die Protagonisten hinter den Ereignissen in den Blick, vor allem jene neue Schicht gelehrter Räte, die am Ende des Mittelalters überall im Westen Europas als Juristen, Unterhändler, Theologen oder Diplomaten unverzichtbar geworden sind.
Seine Aufsätze zu Frankreich, Burgund und dem Reich leisten einen wichtigen Beitrag zur Frage nach dem Werden des modernen Staates, eröffnen Einblicke in das politische und personelle Gefüge zwischen diesen Mächten und zeigen die Interdependenz europäischer Geschichte im Zeitalter der großen Konzilien des 15. Jahrhunderts auf.
Inhaltsübersicht
L'érudition gallicane et le concile de Bâle (Baluze, Mabillon, Daguesseau, Iselin, Bignon) – Der bewunderte Erbfeind. Johannes Haller, Frankreich und das französische Mittelalter – »Von welschem Zwang und welschen Ketten des Reiches Westmark zu erretten«. Burgund und der Neusser Krieg 1474/75 im Spiegel der deutschen Geschichtsschreibung von der Weimarer Zeit bis in die der frühen Bundesrepublik – Die Reichstagsakten (Ältere Reihe) und ihre Bedeutung für die europäische Geschichte – Der französische Frühhumanismus um 1400. Patriotismus, Propaganda und Historiographie – »Die Geschichte des Christentums«. Deutsch-französische Anmerkungen anläßlich des Bandes VII: »Von der Reform zur Reformation« – Cum res ageretur inter tantos principes. Der Streit um das Bistum Tournai (1433–1438). Zu einem Kapitel französisch-burgundischer Beziehungen aus der Zeit des Konzils von Basel – Besançon, Burgund und das Reich. Der Streit um die causa Bisuntina auf dem Basler Konzil (1433–1435) – Zwischen Konzil und Papst, Fürstendienst und Ordensreform: Geoffroy de Montchoisi, Abt von St-Honorat/Lérins und St-Germain-des-Prés (†1436) – Gesandtschaft und Gewissen. Bernard de La Planche, ein Bischof aus dem englischen Aquitanien, auf dem Basler Konzil – et sembloit qu'on oÿst parler un angele de Dieu. Thomas de Courcelles et le concile de Bâle ou le secret d'une belle réussite – La division dans l'unité: Le congrès d'Arras (1435) face à deux diplomaties ecclésiastiques – Siège, rang et honneur: La querelle de préséance entre la Bretagne et la Bourgogne au concile de Bâle (1434) – Köln und das Reich um 1400. Anmerkungen zu einem Brief des französischen Frühhumanisten Jean de Montreuil – Les pays rhénans, la France et la Bourgogne à l'époque du concile de Bâle. Une leçon d'histoire politique – Warum nicht einmal die Herzöge von Burgund das Königtum erlangen konnten
Personen

Heribert Müller Geboren 1946; Studium der Geschichte, Germanistik, Philosophie und Pädagogik an der Universität zu Köln; 1976 Promotion; 1986 Habilitation; 1987–94, 1998–2011 Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt; 1994–1998 Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität zu Köln; 2004 Korrespondierendes Mitglied des Institut de France; ab April 2011 emeritiert.

Gabriele Annas Keine aktuellen Daten verfügbar.

Peter Gorzolla Keine aktuellen Daten verfügbar.

Christian Kleinert Keine aktuellen Daten verfügbar.

Jessika Nowak Geboren 1977; Studium der Mittleren und Neueren Geschichte sowie der Romanistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/M. und an der Università degli Studi di Firenze; Promotionsstudium in Frankfurt/M.; Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes, des Deutschen Historischen Instituts in Rom und Paris; seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität (Frankfurt/M.); 2009 Promotion.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.f.Bayer.Kirchengeschichte — 84 (2015), S. 243–244 (Gerhard Philipp Wolf)
In: Historische Zeitschrift — 296 (2013), S. 180–181 (Jean-marie Moeglin)
In: Archiv für Reformationsgeschichte — 42 (2013), 533 (Grosse)
In: Deutsches Archiv f. Erforschung d. Mittelalters — 67 (2012), S. 796 (R.P.)
In: Francia-Recensio — http://www.perspectivia.net/resolveuid/7e101bcca47945cefd57d8acee93e112 (10/2013) (Jacques Paviot)