Gadamer – Ein philosophisches Porträt 978-3-16-149946-3 - Mohr Siebeck
Philosophie

Donatella Di Cesare

Gadamer – Ein philosophisches Porträt

2009. X, 324 Seiten.
29,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Broschur
ISBN 978-3-16-149946-3
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Hans-Georg Gadamer (1900–2002) gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Worin besteht eigentlich seine philosophische Hermeneutik? Wie entwickelt und verändert sie sich im Lauf der Jahre? Auf einfache und bündige Weise schildert Donatella Di Cesare Gadamers Leben und geht allen Etappen seines Denkens nach.
Hans-Georg Gadamer (1900–2002) gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Sein Hauptwerk Wahrheit und Methode ist mittlerweile zu einem Klassiker geworden. Aber worin besteht eigentlich seine philosophische Hermeneutik? Wie entwickelt und verändert sie sich im Lauf der Jahre? Auf einfache und bündige Weise schildert Donatella Di Cesare Gadamers Leben und geht allen Etappen seines Denkens nach: von den Studienjahren in Marburg bis zur Zeit des Nationalsozialismus und den Kriegsjahren in Leipzig, von der Geburt der Hermeneutik in Heidelberg bis zum Erfolg in Amerika und in der Welt. Das Spiel der Kunst, die Wirkungsgeschichte, eine lebensnahe Ethik, die Frage nach dem Verstehen, der Horizont der Sprache, dies alles bildet den theoretischen Kern, aus dem sich eine Philosophie entwickelt, die sich immer weiter von der Heideggers entfernt und den platonischen Dialog bevorzugt, um ihre Gedanken kritisch zu entfalten. Indem sie auf jede metaphysische Letzbegründung verzichtet, was aber keinen Verzicht auf Universalität bedeutet, nimmt die philosophische Hermeneutik zugleich die Endlichkeit an und öffnet sich zu einem unendlichen Dialog. Ihre Kontur als eine Philosophie der unendlichen Endlichkeit zeichnet sich dabei auch in der Auseinandersetzung mit den anderen zeitgenössischen Philosophien ab: mit der Ideologiekritik Habermas', dem Pragmatismus Rortys, der Dekonstruktion Derridas, dem Nihilismus Vattimos und dem Denken der Differenz. Abschließend zeichnet die Autorin die neuesten Perspektiven einer Hermeneutik des Anderen ab.
Personen

Donatella Di Cesare Geboren 1956; studierte Philosophie in Rom, Tübingen und Heidelberg; 1996–2001 Humboldtstipendiatin an der Universität Heidelberg und Schülerin von Hans-Georg Gadamer; seit 2001 Professorin für Philosophie an der Universität »La Sapienza« in Rom sowie für Jüdische Philosophie am Collegio Rabbinico Italiano.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Theologie und Philosophie — 84 (2009), S. 446–447 (W. Löser)
In: Tijdschrift voor Filosofie — 72 (2010), S. 389 (Rico Sneller)
In: Rhein-Neckar-Zeitung — 28. Juli 2009, S. 14 (Heiko P. Wacker)
In: Portal für Politikwiss. pw-portal.de — www.zpol.de (02.07.2009) (Karl-Heinz Breier)
In: Gnostika — 13 (2009), Nr. 42, S. 88–89 (F.W. Schmitt)
In: Fenomenologia — 2009, Nr. 7, S. 133–134 (Andrzej Przylebski)
In: Philosophische Rundschau — 58 (2011), S. 45–53 (Michela Summa)
In: Dialogo Filosofico — 25 (2009), S. 566