Theologie

Eberhard Jüngel

Ganz werden

Theologische Erörterungen V

2003. X, 365 Seiten.
59,00 €
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Broschur
ISBN 978-3-16-147969-4
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Ganz zu sein – danach sehnt sich der Mensch. Eberhard Jüngel untersucht in den hier gesammelten Aufsätzen, inwiefern der Mensch nur durch die sakramentale Kraft des Evangeliums ganz werden kann.
Der Mensch sehnt sich danach, ganz zu sein. Damit gesteht er sich aber gleichzeitig seinen eigenen Mangel ein: das menschliche Leben muß erst ganz werden.
Schleiermacher hat das als unmittelbares Selbstbewußtsein bestimmte Gefühl für den Ort gehalten, in dem sich »die unmittelbare Gegenwart des ganzen ungeteilten Daseins« ereignet. Sollte das Gefühl wirklich ein solcher Ort sein, ist es zugleich ein Ort der Antizipation des ewigen Friedens in Gottes kommendem Reich. Daß es solche Antizipationen gibt, setzt Eberhard Jüngel in den Aufsätzen dieses Bandes ebenso voraus, wie die Tatsache, daß sich »die unmittelbare Gegenwart des ganzen ungeteilten Daseins« nicht von selbst einstellt. Sie wird uns vielmehr durch die sakramentale Kraft des Evangeliums zugespielt. Die in diesem Band abgedruckten Aufsätze und Reden, die aus einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten stammen, bringen dies unter unterschiedlichen Aspekten zur Geltung.
Inhaltsübersicht
Zum Wesen des Friedens. Frieden als eine Kategorie theologischer Anthropologie (1983) – Ganzheitsbegriffe – in theologischer Perspektive (1997) – ... unum aliquid assecutus, omnia assecuta ... Zum Verständnis des Verstehens – nach M. Luther, De servo arbitrio (WA 18, 605) (1997) – Bekennen und Bekenntnis (1968) – Anfechtung und Gewißheit des Glaubens. Wie bleibt die Kirche heute bei ihrer Sache? (1976) – Mission und Evangelisation (1999) – Zwei Schwerter – Zwei Reiche. Die Trennung der Mächte in der Reformation (2000) – Das Salz der Erde. Zum Verhältnis von Christengemeinde und Bürgergemeinde (1979) – Zum Verhältnis von Kirche und Staat nach Karl Barth (1986) – Nemo contra deum nisi deus ipse. Zum Verhältnis von theologia crucis und Trinitätslehre (unveröffentlicht) – Thesen zum Verhältnis von Existenz, Wesen und Eigenschaften Gottes (1999) – Sakrament und Repräsentation. Wesen und Funktion der sakramentalen Handlung (2000) – Auf dem Weg zur Eucharistiegemeinschaft (1998) – Der Geist der Hoffnung und des Trostes. Zur Begründung des eschatologischen Lehrstücks vom Reich der Freiheit (2000) – »Die Weltgeschichte ist das Weltgericht« aus theologischer Perspektive (1999) – Die Ewigkeit des ewigen Lebens (2000)
Personen

Eberhard Jüngel (1934–2021) 1961 Promotion; 1962 Habilitation; Professor emeritus für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität Tübingen.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Theologie und Glaube — Jg.94 (2004), H.2, S.272ff (Gotthard Fuchs)
In: Ephemerides Theologicae Lovanienses — 81 (2005), S. 560–561 (B. Bourgine)
In: Neue Zürcher Zeitung — 7.Oktober 2003, Nr.232, S. B 20 (Jan-Heiner Tück)
In: FAZ — 6.November 2003, Nr.258, S.45 (Friedrich W. Graf)
In: Revue des Sciences philosophiques et theologique — Jg.89 (2005), H. 3, S.635ff (Olivier Riaudel)
In: Tijdschrift voor Theologie — Jg.44 (2004), H.2, S.196 (W. Logister)
In: Verkündigung u. Forschung — 56 (2011), S. 62–78 (Philipp Stoellger)