Irenäus als johanneischer Theologe 978-3-16-158664-4 - Mohr Siebeck
Theologie

Bernhard Mutschler

Irenäus als johanneischer Theologe

Studien zur Schriftauslegung bei Irenäus von Lyon

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ISBN 978-3-16-158664-4
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Bernhard Mutschler spürt den biblischen, außerbiblischen und besonders den johanneischen Zitaten und Anspielungen bei Irenäus nach. Im Ergebnis erweist sich Irenäus dabei als johanneischer Theologe, da johanneische Theologumena den Anker und das Fundament seiner Christologie und Theologie bilden.
Der kleinasiatische Bischof Irenäus von Lyon hat sich im letzten Drittel des zweiten Jahrhunderts als Enkel und Schüler des Verfassers des Corpus Johanneum verstanden. Ausgehend davon, untersucht Bernhard Mutschler den johanneischen Charakter in den erhaltenen Werken dieses Kirchenvaters.
Er vergleicht zunächst unter Einbeziehung statistischer Arbeit, tabellarischer Übersichten und graphischer Darstellungen quantitativ alle erkennbaren Zitate und Anspielungen. Irenäus ist Bibeltheologe, deswegen überwiegen die Bezugnahmen auf das Alte und Neue Testament bei weitem; aber auch die Anleihen aus der klassischen griechischen Literatur werden beleuchtet. Der zweite Teil des Buches wendet sich ausschließlich dem Corpus Johanneum zu. Er setzt ein mit einer Analyse des häufig auf Johannes angewendeten Ausdrucks »(der) Jünger des Herrn« und listet sodann alle bisher bekannten 309 johanneischen Bezüge nach einer bestimmten Kategorisierung qualifiziert auf. Diese Liste wird sodann beträchtlich erweitert.
Im Ergebnis erweist sich Irenäus durchaus als johanneischer Theologe. Sein häufiger Rückgriff auf das Corpus Johanneum hängt jedoch ebenso mit den für die Kirche gefährlichen Herausforderungen seiner Zeit und seiner Gemeinde im Rhônetal zusammen wie mit der in singulärer Weise in Anspruch genommenen Enkelschülerschaft zum Evangelisten Johannes.
Personen

Bernhard Mutschler Geboren 1967; Studium der Evangelischen Theologie, Altphilologie und Religionswissenschaft in Neuendettelsau, Tübingen, Jerusalem, Heidelberg und Wien; Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg; Wissenschaftlicher Assistent an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg; 2004 Promotion.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Svensk Exegetisk Arsbok — 72 (2007), S. 244–245 (Mikael Isacson)
In: Journal of Ecclesiastical History — Vol.57 (2006), H.1 (Eric Osborn)
In: Irenikon — 79 (2006), S. 449–452
In: Nederlands Dagblad — 8. Oktober 2004, Nr. 15680, S. 7 (H.J. Selderhuis)
In: Biblische Zeitschrift — 51 (2007), S. 154–156 (Titus Nagel)
In: The Expository Times — 118 (2007), S. 570 (Charles E. Hill)
In: New Testament Abstracts — Vol.49 (2005), H.1, S.177
In: Theologische Revue — Jg.101 (2005), H.3, S.227ff (Peter Geimenhardt)
In: Tijdschrift voor Theologie — Jg.45 (2005), H.2, S.209f (Johan Leemans)