Kirche ohne König 978-3-16-159695-7 - Mohr Siebeck
Religionswissenschaft

Horst Dreier

Kirche ohne König

Das Ende des landesherrlichen Kirchenregiments (»Bündnis von Thron und Altar«) 1918/19 unter besonderer Berücksichtigung Preußens und Württembergs

2020. XVII, 253 Seiten.
19,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
eBook PDF
ISBN 978-3-16-159695-7
lieferbar
Auch verfügbar als:
Mit dem Satz „Es besteht keine Staatskirche” besiegelte die Weimarer Reichsverfassung das Schicksal des jahrhundertealten Bündnisses von Thron und Altar. Horst Dreier fragt nach Genese und bleibender Bedeutung dieser Schlüsselnorm des Religionsverfassungsrechts, indem er den konfliktreichen Weg zur ‘Kirche ohne König’ nachzeichnet.
Der Sturz der Monarchien in der deutschen Novemberrevolution 1918 besiegelte auch das Schicksal des jahrhundertealten landesherrlichen Kirchenregiments. Das für den Protestantismus in Deutschland so typische Bündnis von Thron und Altar zerbrach. Obwohl es bereits im 19. Jahrhundert gewisse Verselbständigungstendenzen der evangelischen Landeskirchen gegenüber dem Staat gegeben hatte, markierte der Vorgang eine bis dahin kaum für vorstellbar gehaltene Zäsur. Horst Dreier beleuchtet sowohl die Vorgeschichte wie auch die insbesondere in Preußen turbulente Ereignisgeschichte dieses gewaltigen staatskirchenrechtlichen Umbruches. Darüber hinaus geht es um die grundsätzliche Bedeutung jener Transformation für das Verhältnis von Kirche und Staat, von Religion und Politik, die dem lapidaren Satz der Weimarer Reichsverfassung „Es besteht keine Staatskirche” eine komplexe Bedeutung verleiht.
Personen

Horst Dreier Geboren 1954; 1985 Promotion; 1989 Habilitation; nach Stationen in Heidelberg und Hamburg seit 1995 Ordinarius für Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Würzburg.

Rezensionen

Für diesen Titel liegen noch keine Rezensionen vor.