Liebe als Agape 978-3-16-153943-5 - Mohr Siebeck
Theologie

Oda Wischmeyer

Liebe als Agape

Das frühchristliche Konzept und der moderne Diskurs

2015. XVII, 292 Seiten.
44,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-153943-5
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Oda Wischmeyer interpretiert das neutestamentliche Agapekonzept als Grundlage der frühchristlichen Gruppenkultur im Kontext des frühen Judentums und kaiserzeitlicher Ethik. Das Konzept erfährt eine deutliche Konturierung durch den Vergleich mit aktuellen Entwürfen von Liebe in Soziologie, Philosophie, Ethik und Emotionenforschung und der Enzyklika »Deus caritas est".
Eines der großen und folgenreichen Konzepte zum Thema »Liebe« stammt von den Verfassern des Neuen Testaments. Das Agape-Konzept gehört dem 1. Jahrhundert n.Chr. an, reicht in seinen Traditionen weit ins Alte Israel zurück und wirkt gleichzeitig in dem christlichen Liebesbegriff und in den christlichen Kirchen bis in die Gegenwart weiter. Es gibt kein anderes Konzept von Liebe, das in der westlichen Welt und darüber hinaus eine derartige historische Tiefendimension hat und zugleich die globale Christenheit der Gegenwart prägt, wie das Konzept des Neuen Testaments. Oda Wischmeyer widmet sich in dieser Monographie dem frühchristlichen Konzept und seinen historischen Kontexten im frühen Judentum und in der kaiserzeitlichen Ethik (Plutarch). Zugleich will sie dazu beitragen, das Thema Agape nicht nur im frühen Christentum zu situieren, sondern das frühchristliche Konzept auch in die gegenwärtigen Diskurse zu bringen. Dazu werden wichtige zeitgenössische Positionen zur Deutung der Liebe von Nikolaus Luhmann bis zu Martha Nussbaum einerseits und der Enzyklika »Deus caritas est« von 2005 andererseits skizziert und mit dem frühchristlichen Konzept konfrontiert. Ziel ist dabei nicht nur eine Neujustierung des historisch-exegetischen Panoramas, sondern darüber hinaus auch eine deutliche Konturierung des neutestamentlichen Konzepts im Kontext aktueller Konstruktionen von Liebe in Soziologie, Psychologie, Philosophie, Ethik und Emotionenforschung.
Personen

Oda Wischmeyer Geboren 1944; Studium der Germanistik und Ev. Theologie; 1973 Dr. theol. in Heidelberg; 1993 Habilitation im Fach Neues Testament in Heidelberg; 1993–2009 Professorin für Neues Testament und Antikes Judentum an der Universität Erlangen-Nürnberg; seit 2009 emeritiert; 2015 Dr. phil. h.c. der Universität Lund.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Biblische Zeitschrift — 2018, S. 357–360 (Thomas Söding)
In: New Testament Abstracts — 59 (2015), S. 574
In: Journal for the Study of the NT — 39.5 (2017), S. 14–15 (Jane Heath)
In: Review of Biblical Literature — http://www.bookreviews.org (12/2016) (Athanasios Despotis)
In: Jahrbuch f.Liturgik u.Hymnologie — 2017, S. 95 (Helmut Schwier)
In: Theologische Revue — 114 (2018), S. 169–170 (Notker Baumann)