Luther und das Konzil 978-3-16-150474-7 - Mohr Siebeck
Theologie

Christopher Spehr

Luther und das Konzil

Zur Entwicklung eines zentralen Themas in der Reformationszeit

124,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-150474-7
lieferbar
Auch verfügbar als:
Seit Beginn der Reformation erklang der Ruf nach einem Konzil. Ausgelöst hatte ihn Martin Luther, dessen Haltung zur Konzilsinstitution zeitlebens ambivalent blieb. Christopher Spehr zeichnet die Entwicklung von Luthers Konzilsverständnis präzis nach und akzentuiert es innerhalb der reformationspolitischen Diskurse.
Das Konzil als kirchliche Institution und christliche Autoritätsinstanz avancierte während der Reformationszeit zu einem zentralen, religionspolitisch höchst strittigen Thema. Ausgelöst hatte die auf theologischen, kirchlichen und politischen Ebenen geführten Debatten Martin Luther, dessen Haltung zum Konzil bisher nicht eingehend untersucht worden ist. Christopher Spehr gelingt es, Luthers Einstellung sowohl zu den altkirchlichen und (spät-)mittelalterlichen Konzilien, als auch zu dem in den Reformationsjahrzehnten laut werdenden Konzilsbegehren einer differenzierten Analyse zu unterziehen. In welchen Konstellationen Luther sein Konzilsverständnis entwickelte und zeitlebens modifizierte, wird ebenso beantwortet, wie die Frage, mit welchen Intentionen Luther bisweilen ein »freies, christliches Konzil« einfordern konnte. Weil mit der Konzilsfrage zugleich auch die Problematik der kirchlichen Autoritätsinstanzen berührt wird, durchdringt diese Studie das gesamte, rechtfertigungstheologisch zentrierte Gefüge der Theologie Luthers.
Der Autor erhielt für das Werk den Hanns-Lilje-Preis 2010 der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Personen

Christopher Spehr Geboren 1971; Studium der Ev. Theologie in Bethel, Tübingen, Zürich; 2004 Promotion; 2009 Habilitation; seit 2011 Professor für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Archiv für Liturgiewissenschaft — 54 (2012), S. 338–339 (Friedrich Lurz ua)
In: Lutheran Quarterly — 26 (2012), S. 215–217 (Erik H. Herrmann)
In: Nederlands Dagblad — 29. Oktober 2010, S. 4 (Beilage) (Herman J. Selderhuis)
In: Theologische Revue — 107 (2011), S. 223–225 (Martin Ohst)
In: Archiv für Reformationsgeschichte — 40 (2011), S. 35–37 (Literaturbericht) (Thomas Kaufmann)
In: Luther — 83 (2012), S. 57–59 (Hartmut Hövelmann)
In: Theologische Literaturzeitung — 136 (2011), S. 1334–1336 (Nicole Kuropka)
In: Zeitschr.f.Katholische Theologie — 133 (2011), S. 231–233 (Jörg Ernesti)
In: Sixteenth Century Journal — 43 (2012), S. 603–604 (Leigh T. I. Penman)
In: Protestantesimo — 71 (2016), S. 419–422 (Hans Schneider)
In: Zeitschrift für Theologie und Philosophie — 87 (2012), S. 456–458 (N. Steiner)
In: Annuarium Historiae Conciliorum — 44 (2012), S. 216–219 (Jennifer Wasmuth)
In: Rottenburger Jahrbuch f. KirchenG — 30 (2011), S. 253–255 (Volker Leppin)
In: Francia-Recensio — http://www.perspectivia.net/content/publikationen/francia/francia-recensio/2012–2/FN/spehr_arnold (Matthieu Arnold)
In: Zeitschr.f.Bayer.Kirchengeschichte — 82 (2013), S. 271–273 (Marcel Nieden)
In: Zeitschr.f.Histor.Forschung — 39 (2012), S. 705–706 (Eike Wolgast)
In: Ebernburg-Hefte — 47 (2013), S. 296–297 (Klaus-Frédéric Johannes)