Politiktheorie im Mittelalter 978-3-8252-3059-3 - Mohr Siebeck
Theologie

Jürgen Miethke

Politiktheorie im Mittelalter

Von Thomas von Aquin bis Wilhelm von Ockham

Durchgesehene und korrigierte Studienausgabe 2008. XIV, 351 Seiten.
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ISBN 978-3-8252-3059-3
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Die politische Theorie des Mittelalters vor Machiavelli kennt große Namen – der Zusammenhang der zugrundeliegenden Debatten wird jedoch selten sichtbar. Jürgen Miethke untersucht die Rahmenbedingungen der Entstehung und Wirkung politischer Theorie, die die Entwicklung des Verhältnisses von Staat und Kirche wesentlich beeinflußte.
Jürgen Miethke untersucht Rahmenbedingungen der Entstehung und Wirkung politischer Theorie in der formativen Phase der lebhaften Debatte um die Amtskompetenz des Papstes in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Scholastische Universität und Herrscherhof erweisen sich als die Foren, auf denen die Diskussionen geführt wurden. Die Rolle der verschiedenen Fakultäten war die von 'Leitwissenschaften', die Sprache und Form der Debatte, Belege und Bedeutungshorizont der Texte bestimmten. Die wichtigsten »papalistischen« Autoren (Aegidius Romanus, Jakob von Viterbo, Augustinus von Ancona oder Alvarus Pelagius) kommen in dem Buch ebenso zur Sprache wie deren Kritiker, die Verteidiger eines Eigenrechts des Staats (Johannes Quidort, Dante, Marsilius von Padua, Wilhelm von Ockham).

Aus Rezensionen zur vorherigen Ausgabe:

»Es ist die genuine Leistung dieses Werkes, nicht nur einen Überblick über die politischen Schriften der Zeit und ihre Entwicklung als Gattung zu geben, sondern auch deren Wechselspiel mit dem historischen Umfeld und den 'Sitz im Leben' der Schriften plastisch herauszuarbeiten. Das Buch birgt viele interessante Details und ist nicht zuletzt eine Fundgrube für Forschungsanregungen.«
Sigrid Müller in Zeitschrift für Kirchengeschichte, 113. Bd (2002), S. 415

»Daß M.s Buch in den Fachdiskussionen den ihm gebührenden Rang einnehmen wird, steht außer Frage. Da es von der ersten bis zur letzten Seite extrem gut lesbar, ja geradezu fesselnd ist, wird es auch außerhalb der Spezialistenkreise seine Leser finden.«
Martin Ohst in Theologische Rundschau, Jg. 68 (2003), S. 258

»Es ist das Verdienst der gehaltvollen Untersuchung Miethkes, die theoretischen Gehalte zentraler Schriften eines Jahrhunderts politischer Reflexionen an konkrete soziale Konflikte zurückgebunden zu haben.«
Walter Pauly in Der Staat, 41 (2002), S. 159
Personen

Jürgen Miethke Geboren 1938; Studium der Geschichte, Theologie und Philosophie in Göttingen und Berlin (Freie Universität); 1967 Promotion; 1970 Habilitation; 1971–84 Wissenschaftlicher Rat und Professor für Mittelalterliche Geschichte in Berlin; seit 1984 o. Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Heidelberg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Portal für Politikwiss. pw-portal.de — www.zpol.de (16.07.2008)
In: Zeitschr.f.Histor.Forschung — 37 (2010), S. 478–480 (Thomas Wozniak)
In: Zeitschr.f.Geschichtswissenschaft — 58 (2010), S. 168–170 (Uwe Barrelmeyer)
In: www.literatur-report.de — Www.literatur-report.de
In: Praxisjournal Buch — 2009, Ausgabe 56, S. 11–12
In: Zeitschrift d.Savigny-Stiftung G — 2009, 493 (Christof Paulus)
In: Das Historisch-Politische Buch — 57 (2009), S. 255 (Duane Henderson)
In: Rhein-Neckar-Zeitung — 8. Juli 2008, S. 12 (Heiko P. Wacker)