Schriftgelehrte Fortschreibungs- und Auslegungsprozesse 978-3-16-156739-1 - Mohr Siebeck
Theologie

Schriftgelehrte Fortschreibungs- und Auslegungsprozesse

Textarbeit im Pentateuch, in Qumran, Ägypten und Mesopotamien
Hrsg. v. Walter Bührer

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ISBN 978-3-16-156739-1
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Die Beiträger des vorliegenden Tagungsbandes zeigen anhand von Beispielen aus dem Pentateuch, seiner Textüberlieferung sowie anhand vergleichbarer, jedoch materiell präsenter Beispiele von Texten aus Qumran, Ägypten und Mesopotamien, dass und wie die Entstehung neuer Texte von bereits bestehenden Texten geprägt, mithin schriftgelehrt ist.
Die Genese weiter Teile des Alten Testaments lässt sich als textgeleitete oder schriftgelehrte Fortschreibung oder Auslegung erklären, wonach sich jüngere Texte an ältere Texte angelagert und sie so laufend fortgeschrieben haben. Die literarischen Techniken und hermeneutischen Hintergründe dieser Fortschreibungsprozesse sind vielfältig und bisher kaum umfassend kategorisiert.
Die Beiträger des vorliegenden Tagungsbandes versuchen, solche textgeleiteten oder schriftgelehrten Fortschreibungs- und Auslegungsphänomene anhand schwerpunktmäßig erzählender Texte des Pentateuch, seiner Textüberlieferung sowie anhand vergleichbarer jedoch materiell präsenter Beispiele von Texten aus Qumran, Ägypten und Mesopotamien beispielhaft zu erfassen und präzise zu beschreiben, um so ein Spektrum an Phänomenen textgeleiteter Fortschreibung und Auslegung hinsichtlich ihrer exegetischen Techniken, hermeneutischen Voraussetzungen und theologischen Intentionen aufzeigen zu können.
Inhaltsübersicht
Walter Bührer: Schriftgelehrte Fortschreibungs- und Auslegungsprozesse. Ein Vorschlag und zugleich eine Einführung in den vorliegenden Band – Eckart Frahm: Textual Traditions in First Millennium BCE Mesopotamia between Reproduction, Adaptation, Commentary, and New Creation – Andreas H. Pries: Intertextualität, Interferenz und Kommentar als Parameter einer dynamischen Textüberlieferung im Alten Ägypten – Peter Porzig: Textgeleitete und gruppenbezogene Auslegungsprozesse in den Handschriften von Qumran. Ausgewählte Beispiele – Stefan Schorch: Die prä-samaritanischen Fortschreibungen – Carsten Ziegert: Das Wortfeld von Gnade, Barmherzigkeit, Güte und Treue. Auslegung theologischer Kernlexeme in den Narrativtexten der Pentateuch-Septuaginta – Konrad Schmid: Moses Geburt und ihr literarisches Nachleben. Die innerbiblische Rezeptionsgeschichte von Ex 2,1–10 in Ex 1 und Gen 6–9 – Walter Bührer: Die didaktische und geschichtstheologische Funktion des Mannas. Textextern und textintern motivierte Fortschreibungen in Ex 16 – Christophe Nihan: Narrative and Exegesis in Leviticus. On Leviticus 10 and 24,10–23 – Katharina Pyschny: »Rewriting History«. Phänomene textgeleiteter Fortschreibungs- und Auslegungsprozesse am Beispiel von Dtn 1–3
Personen

Walter Bührer Geboren 1984; Studium der Ev. Theologie, Assyriologie und Semitistik in Zürich und Heidelberg; 2014 Promotion; seit 2015 Juniorprofessor für Religion und Literatur des Alten Testaments an der Ruhr-Universität Bochum.

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