Stabiles Geld – eine Illusion? 978-3-16-158882-2 - Mohr Siebeck
Wirtschaftswissenschaft

Otmar Issing

Stabiles Geld – eine Illusion?

Alternative Währungssysteme – Hayeks Fundamentalkritik – Unabhängigkeit der Notenbanken. Erweiterte Fassung der 21. Friedrich A. von Hayek-Vorlesung gehalten am 13. November 2017 in Freiburg

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ISBN 978-3-16-158882-2
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Zu allen Zeiten waren Regierungen eine Bedrohung für stabiles Geld. Die Papierwährungen, die heute vorherrschen, sind dieser Gefahr besonders ausgesetzt. Bleibt stabiles Geld eine Illusion?
Die Unabhängigkeit der Notenbank und die Verpflichtung der Notenbank auf das Ziel der Preisstabilität stellen den beste Schutz dar.
Zu allen Zeiten waren die Regierungen der Versuchung ausgesetzt, ihre Ausgaben durch die Verschlechterung des Geldes zu finanzieren. Mit seinem Vorschlag, das staatliche Monopol der Notenemission zu brechen, will Hayek diese Möglichkeit ausschalten. Sein Plan des Währungswettbewerbs kann jedoch nicht überzeugen. Im Zeitalter der Papierwährungen sind die Unabhängigkeit der Notenbank und die gesetzliche Verpflichtung auf das Ziel der Preisstabilität die beste Vorkehrung gegen den Missbrauch der Notenpresse durch den Staat. Die Anforderungen an Kommunikation, Transparenz und Rechenschaftspflicht der Notenbanken haben sich im Laufe der Zeit immer mehr erhöht. Gleichzeitig gerät die Unabhängigkeit weltweit unter zunehmenden Druck. Der Kampf um stabiles Geld bleibt eine stetige Herausforderung.
Personen

Otmar Issing Geboren 1936; Studium der klassischen Philologie und Volkswirtschaftslehre; Professor der Volkswirtschaftslehre an der Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Würzburg; Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank (1990–98) und der Europäischen Zentralbank sowie erster Chefvolkswirt (1998–2006); seit 2006 Präsident des Center for Financial Studies an der Goethe-Universität Frankfurt.

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