Staupitz, theologischer Lehrer Luthers 978-3-16-156125-2 - Mohr Siebeck
Theologie

Lothar Graf zu Dohna / Richard Wetzel

Staupitz, theologischer Lehrer Luthers

Neue Quellen – bleibende Erkenntnisse

104,00 €
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Leinen
ISBN 978-3-16-156125-2
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Lothar Graf zu Dohna und Richard Wetzel zeigen, dass Luthers ehemaliger Ordensobere, Förderer, Lehrer und Beichtvater Johann von Staupitz mit seiner eigenständigen Theologie und seinem wesentlich theologischen, nicht nur biographischen Einfluss auf Luther eine Schlüsselgestalt der beginnenden Reformation war.
Der Theologe Johann von Staupitz (ca. 1465–1524) ist vor allem als Förderer und Beichtvater des jungen Luther bekannt. Lothar Graf zu Dohna und Richard Wetzel haben einige von Staupitz' Werken kritisch ediert, darunter (2001) sein Gutachten im Salzburger Häresieverfahren gegen Stephan Agricola (1523/24).
Im ersten Teil dieses Bandes erschließen sie weitere 24 überwiegend unveröffentlichte Texte aus demselben Verfahren, die Staupitz' Rolle klarer sehen helfen. Der zweite Teil enthält außer mehreren älteren, an versteckten Orten erschienenen Studien zwei neue Beiträge: »Gesetz und Evangelium« – diese grundlegende reformatorische Erkenntnis, wenn auch nicht die Formel Luthers (1519), war zuvor schon von Staupitz entfaltet worden -, sowie einen Bericht über die Staupitz-Forschung bis 2016.
Dieses Buch befreit Staupitz' Bild von Übermalungen und zeigt ihn als Schlüsselgestalt der beginnenden Reformation, einflussreichen Lehrer und Freund Luthers, der diesem zeitlebens treu blieb und dessen theologische Einwirkung auf seinen Schüler kaum zu überschätzen ist.
Personen

Lothar Graf zu Dohna Geboren 1924; Studium in Königsberg und Göttingen; Promotion in Geschichte und Theologie; verschiedene Lehr- und Forschungsaufträge; Projektleiter »Staupitz« an der Universität Tübingen; Professor am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte der TU Darmstadt; zugleich Honorarprofessor für Ev. Kirchengeschichte an der Universität Frankfurt/Main; Emeritus.

Richard Wetzel Geboren 1936; Studium in Tübingen, Wien und Paris; Promotion in ntl. Exegese; Wiss. Mitarbeiter im Institut für neutestamentliche Textforschung in Münster (Novum Testamentum Graece), im SFB Spätmittelalter und Reformation in Tübingen (Staupitz-Gesamtausgabe) und in der Melanchthon-Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (MBW Melanchthons Briefwechsel); seit 2001 im Ruhestand.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Archiv f. ReformationsG -Literaturbericht- — 46/47 (2017/18), S. 25–26 (Wriedt)
In: Sehepunkte — http://www.sehepunkte.de/2019/10/32159.html (Martin H. Jung)
In: Zeitschr. f. Bayerische KirchenG — 87 (2018), S. 310–314 (Thomas Hohenberger)
In: Zeitschr. f. Kirchengeschichte — 130 (2019), S. 252–253 (Andreas Zecherle)
In: Theologische Literaturzeitung — 144 (2019), S. 72–74 (Markus Wriedt)
In: Luther — 2019, Heft 3, S. 196–198 (Klaus Kremb)