Tätige Nächstenliebe in Werk und Wirken Gregors des Großen 978-3-16-156303-4 - Mohr Siebeck
Theologie

Susanne Barth

Tätige Nächstenliebe in Werk und Wirken Gregors des Großen

ca. 90,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-156303-4
in Vorbereitung
Auch verfügbar als:
Die christliche Nächstenliebe ist ein zentraler Aspekt im Werk Gregors des Großen. Durch die Analyse seines Gesamtwerks zeigt Susanne Barth, wie stark der römische Bischof sowohl sein theologisches Denken als auch sein kirchenleitendes Handeln am Nutzen für den Mitmenschen ausrichtet.
Gregors Pontifikat im ausgehenden 6. Jahrhundert fiel in eine Zeit kirchlicher und politischer Krisen. Durch die schwindende staatliche Unterstützung in Rom und Italien musste zunehmend die Kirche Verantwortung für die Nahrungsmittelverteilung, Sicherheit, Armenfürsorge und andere ehemals staatliche Aufgaben übernehmen.
Susanne Barth zeigt, dass diese Herausforderung in Gregors Schriften wahrzunehmen ist, wenn sie konsequent vor ihrem historischen Hintergrund gelesen werden. Insbesondere die Neukontextualisierung der »Moralia in Iob«, die hier erstmals im Umfeld ihrer Endredaktion betrachtet werden, zeigt auf, wie stark Gregors Theologie durch seine persönliche Erfahrung geprägt ist. Der Dienst am Nächsten erlangt in seinem Denken eine immer zentralere Stellung. Die christliche Gemeinde beschreibt er als reziproke Dienstgemeinschaft, in der jedes Glied auf je eigene Weise Hilfe leistet, ebenso aber auf die Unterstützung anderer angewiesen ist. Schrittweise entwickelt sich die utilitas proximi zum maßgeblichen Kriterium für jegliches ethische Handeln, das auch Gregors eigenes Wirken bestimmte.
Personen

Susanne Barth Geboren 1985; 2005–12 Studium der Ev. Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel und der Georg-August-Universität Göttingen; seit 2017 Vikarin in der St. Laurentius Kirchengemeinde Faßberg-Müden (Örtze); 2018 Promotion.

Rezensionen

Für diesen Titel liegen noch keine Rezensionen vor.