Technologie statt Vertrag? 978-3-16-153391-4 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Mark-Oliver Mackenrodt

Technologie statt Vertrag?

Sachmangelbegriff, negative Beschaffenheitsvereinbarungen und AGB beim Kauf digitaler Güter

2015. XX, 302 Seiten.

Studien zum Privatrecht 45

89,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-153391-4
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Mark-Oliver Mackenrodt untersucht zivilrechtliche Grundsatzfragen am Beispiel von Verwendungsbeschränkungen beim Kauf digitaler Güter, die mit technischen Schutzmaßnahmen versehen sind. Er konzipiert ein Modell, das einen stärkeren Gleichlauf bei der Bewertung von Beschränkungen unabhängig davon ermöglicht, ob sie vertraglich oder technologisch implementiert worden sind. Der dabei entwickelte normative Sachmangelbegriff bietet bei neuartigen technologischen Produkten größere Rechtssicherheit.
Verwendungsbeschränkungen bezüglich einer Kaufsache können entweder im Wege einer schuldrechtlichen Abrede oder technologisch implementiert werden, indem etwa bei digitalen Gütern technische Schutzmaßnahmen des Urheberrechts verwendet werden. Bei übermäßigen schuldrechtlichen Beschränkungen erfolgt ein Schutz des Käufers etwa durch zwingendes Recht oder durch die AGB-Kontrolle. Damit ergibt sich die Forschungsfrage, ob bei der technologischen Implementierung von Verwendungsbeschränkungen – also bei der Verwendung einer Technologie statt eines Vertrages – die Rechtsordnung gleichwertige Schutzmechanismen zur Verfügung stellt – etwa in Gestalt der kaufrechtlichen Sachmangelhaftung – oder ob dem Verkäufer eine »Flucht aus der AGB-Kontrolle« möglich ist. Mark-Oliver Mackenrodt konzipiert unter Rückgriff auf grundlegende dogmatische und ökonomische Erkenntnisse ein Modell, das einen stärkeren Gleichlauf bei der Bewertung von Nutzungsbeschränkungen unabhängig davon ermöglicht, ob sie vertraglich oder technologisch implementiert worden sind. Er entwickelt dabei einen eigenständigen normativen Sachmangelbegriff, der bei neuartigen technologischen Produkten größere Rechtssicherheit ermöglicht.
Personen

Mark-Oliver Mackenrodt Studium der Rechtswissenschaften sowie der Ökonomie an der NYU Law School, der Stern Business School sowie in München, Genf und Würzburg; Research Fellow an der Harvard Law School; Attorney at Law (New York); Studienstiftung des deutschen Volkes; ERP-Stipendiat des Bundeswirtschaftsministeriums; wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten München und Würzburg; Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München; Fakultätspreis; derzeit wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, München.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr. f. Geistiges Eigentum — 2015, 484–487 (Louisa Specht)
In: Archiv für die civilistische Praxis — 2018, 144–150 (Herbert Zech)