Unmöglichkeiten 978-3-16-149942-5 - Mohr Siebeck
Theologie

Unmöglichkeiten

Zur Phänomenologie und Hermeneutik eines modalen Grenzbegriffs
Hrsg. v. Ingolf U. Dalferth, Philipp Stoellger u. Andreas Hunziker

2009. XIII, 362 Seiten.

Religion in Philosophy and Theology 38

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ISBN 978-3-16-149942-5
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Unmögliches ist so vielfältig bestimmbar wie das, als dessen Gegensatz, Anderes, Negation, Hintergrund oder Grenze es auftritt. Diesen meist unthematischen Grenzbegriff modaler Phänomenkonstellationen ausdrücklich ins Auge zu fassen, ist das Ziel der hier vorgelegten Überlegungen und Untersuchungen. Sie tun dies einerseits in phänomenologischen und (natur)wissenschaftlichen, andererseits in hermeneutischen und religiös,theologischen Horizonten.
Unmögliches ist der modale Begleiter alles Notwendigen, Möglichen und Wirklichen und damit auch der Grenzbegriff all dessen, was im alltäglichen Leben, in den Wissenschaften und in der Religion als Wirkliches, Mögliches oder Notwendiges in Erscheinung tritt. Diesen meist unthematischen Grenzbegriff modaler Phänomenkonstellationen ausdrücklich ins Auge zu fassen, ist das Ziel der hier anzuzeigenden Untersuchungen. Was sind Möglichkeiten, wenn man sie nicht in Abhebung vom Wirklichen und in Abgrenzung vom Unmöglichen begreift? Und wie soll man Religionen verstehen, wenn man nicht bedenkt, dass sie nicht nur von vielen ihrer Kritiker als abwegige Wirklichkeiten, sondern auch von manchen ihrer Verteidiger als 'unmögliche Möglichkeiten' bestimmt werden? Die hier vorgelegten Überlegungen und Untersuchungen gehen diesen Fragen einerseits in phänomenologischen und (natur)wissenschaftlichen, andererseits in hermeneutischen und religiös-theologischen Horizonten nach. Dabei zeigt sich, wie überraschend virulent und verzweigt die meist unbeachtete Thematik des Unmöglichen in Alltag, Wissenschaft und Religion ist.
Inhaltsübersicht
Ingolf U. Dalferth: Vorwort: Unmöglichkeit als modaler Grenzbegriff
I Phänomenologie und Wissenschaft
Bernhard Waldenfels: Spielräume des Möglichen und Überschüsse des Unmöglichen – Dieter Mersch: Chiasmen. Über den unbestimmten Zwischenraum. – Christian Strub: 'Zwischen' Welt und Sprache: Unmögliche Orte. – Hendrik J. Adriaanse: Utopien, kategorematisches Nichts, mögliche dicke Männer und andere Undinge – Burkhard Liebsch: Leidenschaft des Un-Möglichen? Anti-politische Bemerkungen mit Blick auf Kierkegaard und Derrida – Michael Hampe: Über die Notwendigkeit der Annahme unmöglich realisierbarer Ideale – Gerd Folkers: Vom Schattenwurf der Moleküle. Eine 'hochauflösende Betrachtung' zum Thema:' Vom Darstellen des Undenkbaren – Paradoxie und Metapher'
II Hermeneutik und Religion
Emil Angehrn: Diesseits und jenseits des Sinns: Macht und Ohnmacht der Sprache – Matthias Jung: 'Leaving it implicit' – Zur anthropologischen Prägnanz von Unbestimmtheit – Thomas Rentsch: Unmöglichkeit und lebensweltliche Sinnkonstitution. Aspekte einer negativen Existentialpragmatik – Hans J. Schneider: Das Unmögliche, das Undenkbare, das Unsagbare: Schritte zum Wunderbaren? – Jean-Luc Marion: Das dem Menschen Unmögliche -Gott – Günter Bader: Adynaton und A-Adynaton – Stephan Schaede: Repräsentative Eseleien vor und nach Buridan. Unmöglichkeiten im Blick auf Entscheidungsaporien theologisch gesichtet – Tom Kleffmann: Paradoxien ewigen Lebens – Rainer Marten: Wahre Hoffnungen? Eine Frage an Hermeneutik und Religion
Personen

Ingolf U. Dalferth Geboren 1948; 1977 Promotion; 1982 Habilitation; Professor emeritus für Systematische Theologie, Symbolik und Religionsphilosophie an der Universität Zürich; seit 2008 Danforth Professor of Philosophy of Religion an der Claremont Graduate University in Kalifornien.

Andreas Hunziker Geboren 1968; Privatdozent für Systematische Theologie an der Universität Zürich und Pfarrer in Suhr, Schweiz.

Philipp Stoellger Geboren 1967; Studium der Ev. Theologie und Philosophie in Göttingen, Tübingen und Frankfurt a.M.; 1999 Promotion; 2006 Habilitation; seit 2015 Lehrstuhl für Systematische Theologie: Dogmatik und Religionsphilosophie der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Theologische Literaturzeitung — 136 (2011), S. 672–674 (Ulrich H.J. Körtner)
In: PV-aktuell (Nachrichten des Pfarrvereins Westf.) — 2010, Nr. 3, S. 11–12 (Karl-F. Wiggermann)