Verfassungsprozessuale Umbrüche 978-3-16-153456-0 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Maja Katharina Walter

Verfassungsprozessuale Umbrüche

Eine rechtsvergleichende Untersuchung zur französischen Question prioritaire de constitutionnalité

2015. XIX, 418 Seiten.

Verfassungsentwicklung in Europa 8

119,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-153456-0
lieferbar
Die Question prioritaire de constitutionnalité vollendete 2010 in Frankreich den Ablösungsprozess von einer traditionellen Vorherrschaft des Gesetzes zu einem tatsächlichen Vorrang der Verfassung. Maja Katharina Walter analysiert die Hintergründe und Implikationen dieser Neuerung und zeigt rechtsvergleichend Faktoren für Veränderungen von Verfassungsgerichtsbarkeiten auf.
Die Question prioritaire de constitutionnalité (QPC) vollendete im französischen Verfassungsrecht den Ablösungsprozess von einer traditionellen Vorherrschaft des Gesetzes zu einem tatsächlichen Vorrang der Verfassung. Maja Katharina Walter analysiert in ihrer Arbeit die Hintergründe und Zusammenhänge, die zur Einführung dieses neuen Verfahrens führten und erörtert die theoretischen wie auch praktischen Facetten des Umbruchs, den das französische Recht durch die QPC erfahren hat. Darüber hinaus zeigt sie rechtsvergleichend, wie speziell die Reichweite von Normenkontrollkompetenzen den Status einer nationalen Verfassungsgerichtsbarkeit prägt. Im Vergleich mit deutschen Entwicklungen werden bestimmte Faktoren sichtbar, die in verschiedenen Rechtsordnungen zu Veränderungen in diesem Bereich führen können. Die QPC liefert so als modernes Beispiel Orientierungswerte für heutige verfassungsprozessuale Umbrüche in Europa.
Personen

Maja Katharina Walter Geboren 1985; Studium der Rechtswissenschaften in Bielefeld und Paris; seit 2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht, Völkerrecht, Rechtsvergleichung und Rechtspolitik an der Universität Bielefeld; seit 2013 Rechtsreferendarin am Landgericht Wiesbaden; 2014 Promotion an der Universität Bielefeld.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Deutsches Verwaltungsblatt — 2016, 495–496 (Ruth Weber)
In: Juristenzeitung — 2017, 517–518 (Carl-Christian Dressel)