Völkerrechtsphilosophie der Frühaufklärung 978-3-16-154218-3 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Völkerrechtsphilosophie der Frühaufklärung

Hrsg. v. Tilmann Altwicker, Francis Cheneval u. Oliver Diggelmann

2015. VIII, 278 Seiten.

POLITIKA 12

64,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-154218-3
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Die Völkerrechtsphilosophie der Frühaufklärung (ca. 1680–1740), ihre Hauptprobleme, Denker und ihre Rezeption in der Gegenwart werden selten eigenständig gewürdigt. Dieser Band unternimmt es, eine Lücke im deutschen Sprachraum zu schließen.
In dem vorliegenden Band wird die Völkerrechtsphilosophie der Frühaufklärung (ca. 1680 bis 1740) unter vier Fragestellungen gewürdigt: Welche Konzepte der societas humana gab es in der Frühaufklärung? Wie wurde der Rechtscharakter des Völkerrechts begründet? Welcher Status wurde dem Einzelnen im Völkerrecht zugedacht? Wie wurde die Differenz legitimiert? Weitere Beiträge zur historischen Entstehung des modernen Völkerrechts in der frühen Neuzeit, den »Praktikern des Völkerrechts« und der Rezeption der Epoche in der Gegenwart runden den Band ab.
Inhaltsübersicht
Oliver Diggelmann: Die Entstehung des modernen Völkerrechts in der frühen Neuzeit

Begriff des Völkerrechts
Andreas Thier: Historische Semantiken von ius gentium und »Völkerrecht« – Manfred Walther: Der Begriff des Völkerrechts bei Spinoza – Michael J. Seidler: Der Begriff des Völkerrechts bei Samuel Pufendorf

Entstehung und Fortentwicklung der societas humana
Andreas Wagner: Entstehung und Fortentwicklung des Begriffes der Societas Humana in der frühen Neuzeit – Tobias Schaffner: Societas Humana bei Hugo Grotius – Anne Kühler: Societas Humana bei Christian Wolff

Menschenrechtliche Ansätze
Tilmann Altwicker / Francis Cheneval: Menschenrechtliche Ansätze in der Frühaufklärung – Michael Becker: Libertas religionis bei Alberico Gentili – Nele Schneidereit: Christian Wolffs Lehre von den iura connata

Eigenes und Fremdes
Simone Zurbuchen: Eigenes und Fremdes im Völkerrecht der Frühen Neuzeit: Rechtfertigung und Kritik der Unterwerfung der Völker der Neuen Welt – Matthias Mahlmann: Der Schutz von individuellen Rechten, Strafe und Krieg in der Naturrechtstheorie von Hugo Grotius – Michael Ivo Räber: Das Eigene und Fremde bei John Locke. Lockes Legitimation von Eigentumsrechten und der britischen Kolonisierung Amerikas

Schluss
Christoph Good: Völkerrechtsphilosophie der Frühaufklärung und die »Praktiker« des Völkerrechts – Thomas Kleinlein: »Wollen die leeren Worte kein Ende haben?« Die Frühe Neuzeit in der heutigen Völkerrechtswissenschaft
Personen

Tilmann Altwicker ist Inhaber einer Förderungsprofessur des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) für Öffentliches Recht, Völkerrecht, Rechtsphilosophie und Empirische Rechtsforschung an der Universität Zürich.

Francis Cheneval ist Inhaber des Lehrstuhls für Politische Philosophie an der Universität Zürich.

Oliver Diggelmann ist Inhaber des Lehrstuhls für Völkerrecht, Europarecht, Öffentliches Recht und Staatsphilosophie an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Rechtsphilosophie — 2018, 200–205 (Rainer Keil)
In: Revue Hellenique des Droits de l'homme — 2016, 1035–1036
In: Zeitschr.f. Neuere RechtsG — 2019, 142–145 (Milos Vec)