Daniel Maier legt die erste umfassende Rekonstruktion und Kontextualisierung der frühesten erhaltenen christlichen Paradiesvorstellung vor, wie sie in der komplexen Überlieferung der Petrusapokalypse bewahrt ist. Er analysiert alle Textzeugnisse, einschließlich des oft vernachlässigten pseudoklementinischen Rahmens der äthiopischen Handschriften.
Die Perikope von der Ehebrecherin (Joh 7,53-8,11) gilt als textkritisch umstritten. Rayan J. Lobo zeigt, dass sie dennoch sinnvoll in ihrem literarischen Kontext als Teil des Johannesevangeliums gelesen werden kann - als Weisheitserzählung aus mündlicher Überlieferung und als jüdischer Prozess gegen Jesus, der Joh 7-8 zusammenfasst.
Entgegen dem bisherigen Konsens zeigt Manuel Nägele auf, dass Lukas die Konvention zeitgenössischer Historiker, Wunder distanziert darzustellen, sowohl kennt als auch gezielt umsetzt. Lukas signalisiert damit erzähltechnische Finesse und Gesprächsbereitschaft in Sachen Wunder.