30 Jahre Nassauskiesung Wie das BVerfG die Dogmatik zum Eigentumsgrundrecht aus Art. 14 GG revolutioniert hat - 10.1628/002268811798217918 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Joachim Lege

30 Jahre Nassauskiesung Wie das BVerfG die Dogmatik zum Eigentumsgrundrecht aus Art. 14 GG revolutioniert hat

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 66 () / Heft 22, S. 1084-1091 (8)

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Eigentum ist, neben Freiheit und Gleichheit, das dritte zentrale Grundrecht. Das Grundgesetz »gewährleistet« es in Art. 14 GG. Was mit dieser Gewährleistung gemeint ist, kann allerdings streitig werden. Darf – zum Beispiel – der Eigentümer grundsätzlich und gleichsam von Natur aus sein Grundstück bebauen? Muss er es – zum Beispiel – ohne Entschädigung dulden, wenn sein Grundstück unter Natur- oder Denkmalschutz gestellt wird und er es hernach nicht mehr so nutzen kann, wie er will? Schließlich: Wer soll darüber letztlich entscheiden? Das BVerfG hat, um diese Fragen konsistent zu beantworten, vor 30 Jahren gegen die damals ganz h.M. eine völlig neue Dogmatik durchgesetzt. Reste der alten Dogmatik halten sich jedoch bis heute.
Personen

Joachim Lege Geboren 1957; seit 2003 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Verfassungsgeschichte, Rechts- und Staatsphilosophie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; seit 2015 Vorsitzender des Deutschen Juristen-Fakultätentags.