Christliches Erbe im organisierten Europa Phobie und Legitimationschance - 10.1628/002268815X14292621352353 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Josef Isensee

Christliches Erbe im organisierten Europa Phobie und Legitimationschance

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 70 () / Heft 15-16, S. 745-754 (10)

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Seit das organisierte Europa danach strebt, über den gemeinsamen Binnenmarkt hinaus sich zur politischen Gemeinschaft zu entwickeln, erhebt sich die Frage nach der europäischen Identität. Diese ergibt sich nicht zuletzt aus der gemeinsamen Verfassungssubstanz der Mitgliedstaaten, aus Menschenrechten und Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und sozialer Gerechtigkeit. Diese, auf universale Geltung angelegten Prinzipien sind nicht zufällig auf dem Boden Europas geboren. Sie sind Kinder des europäischen Geistes, der seinerseits zutiefst vom Christentum geprägt ist. Gleichwohl neigt die EU dazu, die religiöse Herkunft Europas zu verdrängen. Die offene Affirmation würde jedoch den säkularen Charakter der supranationalen Organisation geradezu bestätigen. Diese versäumt eine Chance, Legitimation zu gewinnen, die über bloße Nützlichkeit hinausweist.
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