Deutsche Commercial Courts? - 10.1628/jz-2019-0406 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Michael Stürner

Deutsche Commercial Courts?

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 74 () / Heft 23, S. 1122-1130 (9)
Publiziert 03.12.2019

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Der bevorstehende Brexit hat den Wettbewerb der Justizstandorte intensiviert. Möchte man diesen annehmen, so steht die Rechtspolitik vor der Herausforderung, solche Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen in Deutschland international anerkannte Commercial Courts entstehen können, die eine echte Konkurrenz zu anderen Gerichtsstandorten, vor allem aber zur privaten Schiedsgerichtsbarkeit darstellen. Der Gesetzesentwurf zur Einführung von Kammern für internationale Handelssachen (KfiHG), der sich seit Februar 2018 im Gesetzgebungsverfahren befindet, enthält insgesamt nur recht bescheidene Ansätze. Der Beitrag skizziert, welche Flexibilisierungen in Bezug auf Verfahren, Gerichtsverfassung und letztlich auch hinsichtlich des Internationalen Privatrechts notwendig wären.
Personen

Michael Stürner geboren 1975; Studium der Rechtswissenschaft in Würzburg, Genf, München und Oxford; 2002 Promotion; 2009 Habilitation; Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).