Die Musterfeststellungsklage und der Dieselskandal - 10.1628/jz-2019-0156 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Michael Heese

Die Musterfeststellungsklage und der Dieselskandal

Stationen auf dem langen deutschen Weg in die prozessuale Moderne

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 74 () / Heft 9, S. 429-440 (12)

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Der Gesetzgeber hat auf den Dieselskandal hin zum 1. November 2018 ein allgemeines Instrument des kollektiven Rechtsschutzes eingeführt. Das Musterfeststellungsverfahren gegen die Volkswagen AG mit mehr als 400 000 Beteiligten wird sogleich zum Lackmustest. Der Beitrag stellt das neue Verfahren im Kontext des Dieselskandals vor und skizziert die parallelen Entwicklungen im europäischen Zivilprozessrecht. Die gewollt halbherzige Reform verdient keinen Beifall. Der kollektive Rechtsschutz bleibt weiterhin das Stiefkind des deutschen Zivilprozessrechts und der Reformstau besteht sowohl bei der kollektiven als auch bei der individuellen Rechtsdurchsetzung fort.
Personen

Michael Heese Geboren 1978; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen; 2003/05 Erstes und Zweites juristisches Staatsexamen; 2005–08 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsrecht der Universität Göttingen; 2007/12 Forschungsaufenthalte an der Harvard Law School; 2008 Promotion in Göttingen; 2008–09 LL.M.-Studium an der Yale Law School; 2008–15 Akademischer Rat am Institut für Deutsches und Ausländisches Zivilprozessrecht der Universität Freiburg; 2015 Habilitation.