François Vouga

Erinnerung an Jesus im Johannesevangelium

Rubrik: Zum Thema
Jahrgang 10 (2007) / Heft 20, S. 28-37 (10)
Publiziert 01.12.2007
DOI 10.1628/znt-2007-0015
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Beschreibung
Vor der für das Johannesevangelium entscheidenden Frage nach der Möglichkeit des Glaubens angesichts der Voraussetzung, dass die Adressaten des Evangeliums nicht mehr die Möglichkeit haben und haben werden, Jesus zu sehen, wird die Aufgabe der Erinnerung an Jesus herausgearbeitet. Es wird die narrative Funktion des Parakleten für die notwendige Vergegenwärtigung Jesu unter der Bedingung seiner Abwesenheit herausgestellt, ebenso wird die narrative Strategie des Evangeliums verdeutlicht, welches die Kontinuität zwischen der Offenbarung des Sohnes und des Zeugnisses seiner Gesandten (Lieblingsjünger und Petrus) herstellt. Dabei wird deutlich, dass dem Heiligen Geist im Johannesevangelium eine grundlegende Funktion zukommt, denn er ermöglicht die aktuelle Annahme des Evangeliums durch das „Sich-Erinnern“ in verschiedenen Vollzügen.