Europäische Gesellschaften zwischen Weltmonopol (IFRS/XBRL) und Freiheitsverfassung - 10.1628/002268811797906428 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Claus Luttermann

Europäische Gesellschaften zwischen Weltmonopol (IFRS/XBRL) und Freiheitsverfassung

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 66 () / Heft 20, S. 965-972 (8)

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Die Europäische Kommission will in einem Europäischen Corporate Governance-Rahmen auch die Abschlussprüfung reformieren. Faktisch regiert schon der private, angloamerikanisch von Wirtschaftsprüfern geprägte International Accounting Standards Board mit seinen brüchigen Standards (IFRS) als »global language of finance« die Rechnungslegung in Europa. Mittels Digitalisierung (XBRL) zielt er – im Krisenlärm weithin unbemerkt – auf ein Weltmonopol der Standardsetzung im Kern von Wirtschaft, Recht und Gesellschaft: Eine unkontrollierte Macht. Nötig ist dagegen ein kräftiges, prozessual mit dem Wahrheitsgebot gesichertes Europäisches Bilanzrecht (Bilanzstatut) für eine faire internationale Vermögens- und Wettbewerbsordnung.
Personen

Claus Luttermann ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, deutsches und internationales Handels- und Wirtschaftsrecht an der KU Eichstätt-Ingolstadt.