Freundliche Übernahme? Die Einhegung des Staatsangehörigkeitsrechts durch den Gerichtshof der Europäischen Union - 10.1628/jz-2019-0161 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Ferdinand Weber

Freundliche Übernahme? Die Einhegung des Staatsangehörigkeitsrechts durch den Gerichtshof der Europäischen Union

Zugleich Besprechung von EuGH (Große Kammer), Urteil v. 12. 3. 2019 – C-221/17, Tjebbes u. a.

Rubrik: Besprechungsaufsatz
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 74 () / Heft 9, S. 449-454 (6)

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Mit dem Urteil in der Rechtssache Tjebbes u. a. (JZ 2019, 461, in diesem Heft) wertet der EuGH die Unionsbürgerschaft zum selbsttragenden Schlüssel für die Eröffnung der Grundrechtecharta auf und greift so, an der Kompetenzordnung vorbei, tief in die nationale Staatsangehörigkeitsgesetzgebung ein. Zusammen mit noch ungenutztem Verbundpotenzial aus der EMRK wird eine judikative Unitarisierung der primärrechtlich verantworteten Politik- und Kompetenzarchitektur wahrscheinlicher.
Personen

Ferdinand Weber Geboren 1987; Studium der Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen und Eötvös-Loránd-Universität Budapest; 2013 Erste Juristische Staatsprüfung und Magister Legum Europae; wiss. Mitarbeiter am Institut für Völkerrecht und Europarecht der Universität Göttingen; 2018 Promotion; seit 2017 Juristischer Vorbereitungsdienst im Bezirk des OLG Braunschweig.