Michael Wagner-Kern
Geschichtliches Erkennungsdienstrecht – strafprozessuales Eingriffsinstrument zur Überwindung biometrischer Verschlüsselungen?
Anmerkungen zu (un-)historischen Begründungslinien moderner Entsperrungsdogmatik
Rubrik: Aufsätze
Publiziert 24.04.2026
inkl. gesetzl. MwSt.
- Artikel PDF
- lieferbar
- 10.1628/jz-2026-0118
Beschreibung
Personen
Rezensionen
Beschreibung
Der Diskurs über die (fehlende) Rechtsgrundlage für die Entsperrung daktyloskopisch gesicherter Geräte eines Beschuldigten konzentriert sich auf die Auslegung des § 81b Abs. 1 Alt. 1 StPO und damit auf eine vorkonstitutionell entstandene Norm. In den Auslegungsfokus rückt mithin die zeitliche Dimension
des § 81b Abs. 1 StPO. Das (methodische) Interesse dieses Beitrags gilt einer entsperrungsorientierten Dogmatik, deren Auslegungsprogramm den Anspruch erhebt, über § 81b Abs. 1 StPO historisch zu arbeiten, ohne jedoch eine hinreichende geschichtliche Kontextualisierung vorzunehmen. Der Text verwendet eine andere Auslegungserzählung. Der Impuls ist, die Erkennungsdienst-Vorschrift zu historisieren.