Intersektionale und intertemporale Gerechtigkeit am Beispiel der Wiedereinbürgerung nach nationalsozialistischem Unrecht - 10.1628/jz-2021-0291 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Vanessa Grifo, Bettina Rentsch

Intersektionale und intertemporale Gerechtigkeit am Beispiel der Wiedereinbürgerung nach nationalsozialistischem Unrecht

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 76 () / Heft 18, S. 872-880 (9)
Publiziert 13.09.2021

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Die jüngste Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes ergänzt und erweitert die Möglichkeiten einer Wiedereinbürgerung für Abkömmlinge Zwangsausgebürgerter und Verfolgter. Der Gesetzgeber reagiert so auf die als zu restriktiv empfundene Praxis zu Art.116 Abs. 2 GG. Handlungsleitend soll vor allem die Programmatik des verfassungsrechtlichen Wiedereinbürgerungsanspruchs sein. Der vorliegende Beitrag leuchtet alternative Begründungswege für diese gesetzgeberische Zielvorgabe aus. Er vereint dabei drei bislang nur flüchtige Bekannte: das Staatsangehörigkeitsrecht, das intertemporale Kollisionsrecht und die Intersektionalität als zeitgemäße Spielart des allgemeinen Gleichbehandlungsgebots.
Personen

Vanessa Grifo Keine aktuellen Daten verfügbar.

Bettina Rentsch Geboren 1988; Studium der Rechtswissenschaften in Würzburg, Freiburg, Genf und Ann Arbor, USA (Master of Laws); 2016 Promotion, derzeit Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Habilitandin am Institut für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Universität Heidelberg.