Ute Gause

Kirchen‑ und Theologiegeschichte und die Reduktion von Überkomplexität am Beispiel der Vorlesung: Reformation bis Neuzeit

Rubrik: Online First
S. 1-7 (7)
Publiziert 01.10.2026
DOI 10.1628/stk-2026-0031
Beschreibung
Die Vorlesung soll das Verständnis für die Kirchengeschichte fördern, Neugier wecken und die Fähigkeit zur eigenständigen Refl exion über die gesellschaftliche Bedeutung der Kirche stärken sowie das Konfessionsbewusstsein schulen. Ziel ist nicht die Vermittlung eines festen Wissenskanons, sondern die Sensibilisierung für die unterschiedlichen Charakteristika der Epochen und deren theologische sowie gesellschaftliche Kontexte. Die Kirchengeschichte zeigt die enge Verknüpfung von Kirche, Gesellschaft und Politik, etwa im Kontext der Reformation, der Konfessionalisierung, im Nationalsozialismus und in der DDR. Die Kirche wird als Akteur in gesellschaftlichen Konfl ikten, Widerstand und gesellschaftlicher Veränderung sichtbar. Die Bedeutung des christlichen Glaubens für gesellschaftliches Engagement und politische Verantwortung wird hervorgehoben, insbesondere in Bezug auf Gerechtigkeit, Frieden und Menschenrechte. Insgesamt vermittelt die Vorlesung exemplarisch die Komplexität der Kirchengeschichte, ihre gesellschaftliche Relevanz und soll die eigene theologische Refl exion für das Verständnis der Gegenwart anregen.